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Österreichs U21-Team weiter ungeschlagen

Österreichs U21-Nationalteam ist in der EM-Qualifikation weiter ungeschlagen. Die Mannschaft von Trainer Werner Gregoritsch feierte am Freitag in St. Pölten ein 7:0-Schützenfest gegen Aserbaidschan und setzte sich damit an die Tabellenspitze. Florian Grillitsch brach in der Nachspielzeit der ersten Hälfte den Bann, in der zweiten Hälfte war Michael Gregoritsch gleich dreimal zur Stelle.

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Grillitsch sorgte vor 850 Zuschauern mit seinem Treffer kurz vor der Pause für die erlösende Führung der Hausherren. In der zweiten Hälfte schlug sich die spielerische Überlegenheit der Österreicher auch in Toren nieder. Gregoritsch gelang per Elfmeter nur kurz nach dem Wiederbeginn das 2:0 (49.) und damit der erste von drei Treffern. In der 75. und 88. Minute schlug der HSV-Legionär erneut zu. Kevin Friesenbichler (60.), Alessandro Schöpf (75.) und Kapitän Dominik Wydra (94.) per Elfmeter sorgten für das Schützenfest.

Grillitsch bricht den Bann

Florian Grillitsch öffnete mit seinem Treffer kurz vor der Pause die Tür zu einem Schützenfest gegen Aserbaidschan.

Aserbaidschan wehrt sich lange

In der NV-Arena von St. Pölten waren die mit acht Legionären eingelaufenen Österreicher klar feldüberlegen. Aserbaidschan verteidigte die Null zunächst mit Erfolg, spätestens nach einer halben Stunde lag der ÖFB-Führungstreffer aber in der Luft. Gregoritsch scheiterte nach einer starken Einzelaktion zunächst an Gästetorhüter Magomedaliyev (32.), ehe Schöpf die Stange traf (45.).

Michael Gregoritsch

GEPA/Walter Luger

Gregoritsch trug sich in St. Pölten gleich dreimal in die Schützenliste ein

In der Nachspielzeit war der Bann aber gebrochen: Beim Fernschuss des bis 2013 bei St. Pölten spielenden Bremen-Jungprofis Grillitsch machte Magomedaliyev keine gute Figur. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel wurde Außenverteidiger Philipp Mwene im Strafraum niedergerissen, Gregoritsch verwertete sicher. Nachdem sich auch der Austrianer Friesenbichler in die Torschützenliste eingetragen hatte, bewies Gregoritsch erneut Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.

Nürnbergs Schöpf stellte per Kopf auf 5:0, Gregoritsch erhöhte auf 6:0. Der stark spielende Profi vom Hamburger SV hält damit bereits bei sechs Toren im laufenden Bewerb. Wydra beendete das ÖFB-Bestschießen kurz vor dem Ende ebenfalls per Elfmeter, nachdem Gregoritsch von Magomedaliyev niedergerannt worden war.

Gregoritsch nicht zu halten

Michael Gregoritsch, hier sein zweites Tor zum 4:0, zeigte sich gegen die Gäste aus Aserbaidschan besonders treffsicher.

Zehn Qualispiele ohne Niederlage

Der 1994er-Jahrgang des ÖFB hält somit bei acht Siegen in den jüngsten zehn Spielen, zweimal gab es ein Remis. Die Österreicher setzten sich mit dem dritten Sieg im dritten Spiel an die Tabellenspitze. Für die Mannschaft von Trainer Gregoritsch geht es erst in einem Monat weiter.

Am 13. November trifft man in der Qualifikation für die EM 2017 in Wien auf Finnland, ehe vier Tage später die Auswärtspartie in Deutschland ansteht. Die neun Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die Endrunde in Polen. Die vier besten Zweiten spielen im Play-off um die übrigen zwei Startplätze neben Gastgeber Polen.

Stimmen zum Spiel:

Werner Gregoritsch (ÖFB-Teamchef): „Aserbaidschan hat diszipliniert gespielt, wir haben aber auf unser Chance gewartet. In der zweiten Halbzeit haben wir dann gesehen, was möglich ist, wenn man Räume bekommt. Ich freue mich für die Mannschaft, es ist nicht üblich, nach einem 3:0, 4:0 noch so nachzusetzen. Diese Mannschaft gibt nie auf. Und sie kann in jedem Spiel zwei, drei Tore machen.“

Michael Gregoritsch (Dreifacher Torschütze): „Wir haben über 90 Minuten dominiert, gute Chancen herausgespielt. Ich glaube, dass der Sieg in dieser Höhe verdient ist. Das ist ein Zeichen für alle Gegner in unsere Gruppe, dass mit uns zu rechnen ist. Wir wollen auch gegen Finnland gewinnen, damit wir mit zwölf Punkten nach Deutschland fahren können.“

U21-Fußball-EM-Qualifikation

Freitag:

Österreich - Aserbaidschan 7:0 (1:0)

St. Pölten, 850 Zuschauer, SR Jonsson (ISL)

Tore: Grillitsch (45.), Gregoritsch (49./Elfmeter, 74., 88.), Friesenbichler (60.), Schöpf (75.), Wydra (94./Elfmeter)

Rote Karte: Magomedaliyev (93./Aserbaidschan)

Aufstellung Österreich: Bachmann - Mwene, Gugganig, Lienhart, Martschinko - Serbest (83./Rasner), Wydra - Schöpf, Gregoritsch, Grillitsch (70./Dovedan) - Friesenbichler (83./Gruber)

Tabelle Gruppe 7:
1. Deutschland * 10 10 0 0 35:8 30
2. Österreich ** 10 7 1 2 22:12 22
3. Finnland 10 4 2 4 13:10 14
4. Aserbaidschan 10 2 3 5 8:19 9
5. Russland 10 2 3 5 15:19 9
6. Färöer 10 0 1 9 3:28 1
* Als Gruppensieger fix bei EM 2017 in Polen dabei
** Als einer der vier besten Gruppenzweiten im Play-off
ÖFB-Spielplan:
04.09.2015 Aserbaidschan Österreich 0:2
08.09.2015 Österreich Russland 4:3
09.10.2015 Österreich Aserbaidschan 7:0
13.11.2015 Österreich Finnland 2:0
17.11.2015 Deutschland Österreich 4:2
29.03.2016 Österreich Färöer 1:0
02.09.2016 Finnland Österreich 0:1
06.09.2016 Russland Österreich 1:1
07.10.2016 Färöer Österreich 0:1
11.10.2016 Österreich Deutschland 1:4

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