Noten eines turbulenten Abends
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Robert Almer: Sehr gut
Der Austria-Goalie rettete seinen Vorderleuten bei der einen oder anderen heiklen Situationen dank klugem Stellungsspiel die Haut. An den Gegentreffern trifft Almer keine Schuld, beide Male war er chancenlos.
Florian Klein: Befriedigend
Der Stuttgart-Verteidiger war sehr weit vorne zu finden. Zählbares kam dabei aber nicht heraus. Klein hatte im Gegenzug bei Angriffen der Montenegriner weite Wege vor sich, leistete sich aber keinen groben Schnitzer.
Aleksandar Dragovic: Befriedigend
Dirigierte die Abwehr über weite Strecken gewohnt souverän. Ließ sich aber beim Führungstreffer im Zweikampf von Vucinic die Schneid abkaufen. Dafür, dass sich der Kapitän der Montenegriner den Ball mit dem Arm mitnahm, konnte er nichts.
Sebastian Prödl: Befriedigend
Schaltete sich oft in die Offensive ein, bei Standardsituationen hieß es für die Montenegriner immer wieder auf den Watford-Legionär aufpassen. In der Defensive agierte Prödl kompromisslos, wirkte aber nicht immer ganz so konzentriert wie noch in Schweden.
Christian Fuchs: Genügend
Rückte so wie Klein weit auf, offensiv kam der Kapitän aber kaum zur Geltung. Putzte dafür hinten aus, wenn es notwendig war. Die mangelnde Spielpraxis sah man ihm zumindest beim Tackling nicht an. Er spitzelte Beqiraj allerdings den Ball beim 2:1 genau vor die Beine und verdarb sich damit den Notenschnitt.
Julian Baumgartlinger: Befriedigend
Musste gemeinsam mit Alaba bei Kontern der Gastgeber immer wieder hinten aushelfen. Sein Spiel nach vorne klappte aber ebenfalls nicht nach Wunsch.
David Alaba: Befriedigend
War der Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel und trieb die Mannschaft an. Kämpfte vor allem mit dem katastrophalen Rasen. Die Passgenauigkeit litt darunter erheblich, manche Stoppfehler war man von Alaba ebenfalls nicht gewohnt.
Martin Harnik: Gut
Versuchte, ein Unruheherd hinter Sturmspitze Janko zu sein. Das gelang ihm aber nur ganz zu Beginn, dann war Harnik lange nicht zu sehen. Er bewies beim Assist zum Ausgleich dafür technische Finesse und Übersicht und holte sich damit ein Mitarbeitsplus. Vergab allerdings auch eine Riesenchance zum neuerlichen Ausgleich.
Zlatko Junuzovic: Genügend
Spulte wie gewohnt ein großes Laufpensum ab, diesmal aber vor allem in der ersten Hälfte meist ohne Ball. Konnte sich gegen die aggressive Abwehr offensiv ungewohnt wenig in Szene setzen. Hatte Pech, dass ein reguläres Tor vom italienischen Schiedsrichter aberkannt wurde.
Marko Arnautovic: Befriedigend
Die ersten Minuten sehr präsent verschwand Arnautovic bald von der Bildfläche. Der Stoke-Kicker wirkte nicht ganz auf der Höhe, legte sich den Ball bei Haken ein ums andere Mal zu weit vor und war auch mit sich sehr unzufrieden. Legte beim 2:2 seinen ganzen Frust in ein Weltklassesolo und ein entsprechendes Tor und verbesserte damit den ansonsten schwachen Gesamteindruck deutlich.
Marc Janko: Gut
War in der ersten Hälfte seines 49. Länderspiels bis auf einen gefährlichen Kopfball bei der Abwehr gut aufgehoben. Beim Ausgleich stand der Basel-Stürmer aber genau dort, wo ein Torjäger stehen muss und netzte zum 23. Mal im Teamdress ein. Der Goalgetter erfüllte damit seine Pflicht.
Marcel Sabitzer: Sehr gut
Der Leipzig-Legionär spielte so wie Okotie und Jantscher zwar nur acht Minuten, hinterließ aber mit dem Siegestor - seinem dritten im Team - in der Nachspielzeit einen bleibenden Eindruck bei den montenegrinischen Fans. Mehr kann man von einem „Joker“ wirklich nicht verlangen.
Rubin Okotie: Zu kurz eingesetzt
Jakob Jantscher: Zu kurz eingesetzt
Karl Huber, ORF.at
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