Nicht mehr als Durchschnitt zum Abschluss
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Ramazan Özcan: Befriedigend
Die Auftritte von Özcan als ÖFB-Goalie stehen weiter unter keinem guten Stern. Der Ingolstadt-Legionär eilte vor dem 0:1 ohne Chance auf den Ball aus seinem Tor und eröffnete Seferovic alle Chancen. Beim 1:2 wurde er von der Verteidigung im Stich gelassen und machte danach keine glückliche Figur. Immerhin konnte er sich in Minute 24 gegen Shaqiri auszeichnen. In der zweiten Hälfte blieb er fehlerlos und konnte ein paar Schweizer Chancen entschärfen.
Florian Klein: Befriedigend
Das Zusammenspiel mit Jantscher funktionierte in Ansätzen. Klein hat in der Offensive seine besten Aktionen und brachte ein paar Flanken in den Strafraum. Vor dem 1:2 war er allerdings zu zögerlich und ließ Mehmedi ungehindert flanken.
Sebastian Prödl: zu kurz eingesetzt
Der Watford-Legionär verletzte sich ohne Fremdeinwirkung an der linken Wade und musste nach nicht einmal einer Minute vom Platz. Für ihn kam Martin Hinteregger ins Spiel.
Aleksandar Dragovic: Befriedigend
Nach der Verletzung von Prödl wechselte Dragovic auf die rechte Position in der Innenverteidigung. Der Kiew-Legionär war eher im Testspielmodus und agierte nicht so konsequent und kompromisslos wie gewohnt. Vor dem 1:2 passte auch die Zuordnung zwischen ihm und Hinteregger überhaupt nicht.
Christian Fuchs: Befriedigend
Der Kapitän überließ vor allem in der ersten Hälfte Arnautovic die linke Seite. Auch Fuchs spielte schaumgebremst und machte wenig Druck. Mit der drohenden Niederlage vor Augen wurde Fuchs offensiver. Seine Flanken fanden aber keinen Abnehmer oder landeten nicht in der Gefahrenzone.
Julian Baumgartlinger: Befriedigend
Baumgartlinger spulte seine übliche Rolle als Staubsauger ab und machte einige Kilometer. Der Mainz-Kapitän verzeichnete Balleroberungen blieb aber sonst eher unauffällig.
David Alaba: Befriedigend
Mit seiner missglückten Kopfballrückgabe, die das 0:1 zur Folge hatte, verzeichnete Alaba keinen guten Start in die Partie. Der Bayern-Legionär steckte seinen Fauxpas aber weg und sorgte nur vier Minuten danach für den schnellen Ausgleich. Alaba konnte aber nicht jene Dynamik entwickeln, die er bei den Bayern zeigt, wenn er aus der Etappe kommt. Nach der Pause spielte Alaba im zentralen Mittelfeld, aber auch dort hatte sein Spiel Licht und Schatten.
Jakob Jantscher: Befriedigend
Der Luzern-Legionär ersetzte den rekonvaleszenten Martin Harnik auf der rechten Seite und fügte sich ganz gut ein. Mit einem Schuss meldete er sich bei Schweiz-Goalie Yann Sommer. Mit kurzen Haken brachte sich Jantscher auch immer wieder selbst in Stellung für Flanken. In einigen Aktionen hat man aber auch gesehen, dass aufgrund weniger Einsatzminuten im ÖFB-Team die Abstimmung fehlt.
Marcel Sabitzer: Befriedigend
Sabitzer ersetzte im offensiven Mittelfeld Zlatko Junuzovic und fand sich in dieser Position gut zurecht. Der Leipzig-Legionär sorgte mit Direktspiel für schnelle und gefährliche Aktionen. Sabitzer war präsent und gut ins Spiel integriert. Nach und nach schlichen sich aber auch in sein Spiel Fehler ein. Zur Pause blieb er in der Kabine, für ihn kam Stefan Ilsanker.
Marko Arnautovic: Gut
Arnautovic war über das ganze Spiel gesehen der auffälligste ÖFB-Akteur. Der Stoke-Legionär forcierte das Tempo und sorgte über den Flügel für Gefahr. Nach einer halben Stunde sorgte Arnautovic für einen Verletzungsschreck. Er konnte das Spiel zwar fortsetzen, tauchte danach allerdings ein wenig ab. Nach gut einer Stunde nahm Arnautovic aber wieder ordentlich Fahrt auf - und mit ihm das gesamte Team.
Rubin Okotie: Befriedigend
Okotie stand für Marc Janko, der das Spiel wegen Nackenproblemen auslassen musste, in der Startformation. Der 1860-Stürmer bewegte sich gut, war oft anspielbar und verteilte auch die Bälle. Pech hatte Okotie, dass sein eigentlich reguläres Kopftor wegen Abseits nicht gegeben wurde. Bei seinem Einsatz bis zur 66. Minute kam er aber zu selten in die Gefahrenzone.
Martin Hinteregger: Genügend
Der Salzburg-Verteidiger musste einen Kaltstart hinlegen, da sich Prödl früh verletzte. Hinteregger merkte man ihn einigen Aktionen die fehlende Spielpraxis an. So ermöglichte er in der ersten Hälfte mit einem Schritt aus der Abwehr eine Chance für die Schweiz. Hinteregger hatte gute Zweikämpfe, unter dem Strich hat man ihn schon viel sicherer gesehen.
Stefan Ilsanker: Befriedigend
Ilsanker wurde in der Pause für Sabitzer eingewechselt und nahm die Position von Alaba ein, der dafür eine Etappe weiter vorne spielte. Der Leipzig-Legionär lieferte eine schnörkellose Partie ab und hatte sogar den Ausgleich auf dem Fuß. Sein Schuss fiel aber viel zu zentral aus.
Karim Onisiwo: Befriedigend
Der Mattersburger kam aber 58. Minute zu seinem Länderspieldebüt und zeigte in Ansätzen sein Potenzial. Mit seiner Robustheit und seinem schnellen Antritt versuchte er auf dem rechten Flügel Druck zu erzeugen.
Lukas Hinterseer: zu kurz eingesetzt
Hinterseer wurde in der 66. Minute für Okotie eingewechselt.
Florian Kainz: zu kurz eingesetzt
Kainz kam in Minute 82 für Baumgartlinger ins Spiel und gab sein ÖFB-Debüt.
Christian Wagner, ORF.at
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