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Kurze Auszeit beendet

Der zweifache Gesamtsieger Gregor Schlierenzauer wird bei der 64. Vierschanzentournee an den Start gehen. Der 25-jährige Tiroler schaffte neben Titelverteidiger Stefan Kraft, Michael Hayböck, Manuel Fettner und Manuel Poppinger den Sprung ins Aufgebot des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV). Die Nominierung gab der ÖSV am Mittwoch bekannt.

Schlierenzauer, Tournee-Gesamtsieger 2011/12 und 2012/13, hatte sich zuletzt wegen mentaler Probleme eine kurze Auszeit genommen, kehrt nun aber am Dienstag beim Tournee-Auftakt in Oberstdorf in den Skispringerzirkus zurück. Der Weltcup-Rekordsieger habe zuletzt „ein paar Tage im Ausland verbracht, um den Kopf frei zu bekommen und die Idee pro Tournee-Start in sich reifen lassen“, hieß es in der ÖSV-Aussendung.

Skispringer Gregor Schlierenzauer

GEPA/Harald Steiner

Gregor Schlierenzauer fühlt sich bereit für ein Comeback

Cheftrainer Heinz Kuttin hatte Schlierenzauer zuletzt freie Hand gelassen, nun hat dieser offenbar die Freude am Springen und die Motivation wiedergefunden. „Er fühlt sich wieder sehr gut, hat auch trainiert und ist bereit für die Vierschanzentournee“, sagte Kuttin.

Kofler verpasst Sprung in ÖSV-Quintett

Nicht ins ÖSV-Quintett für die Tournee schaffte es mit Andreas Kofler ein weiterer ehemaliger Triumphator. Der 31-jährige Tiroler, der die prestigeträchtige Wettkampfserie 2009/10 für sich entschieden hatte, ist in Oberstdorf und beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen nur Zuschauer, weil Österreich derzeit nur noch fünf Startplätze zur Verfügung hat.

Kofler wird damit wohl erst bei den Tournee-Heimspringen in Innsbruck (3. Jänner) und Bischofshofen (6. Jänner), bei denen sechs weitere Österreicher startberechtigt sind, dabei sein.

Vettori zu Schlierenzauers Chancen

Gregor Schlierenzauer wird ab Montag wieder auf Weitenjagd gehen. ÖSV-Direktor Ernst Vettori stuft dessen Chancen auf Erfolge nach seiner Auszeit ein.

Schlierenzauer dementiert Burn-out

Schlierenzauer, der zuletzt zwei Weltcup-Stationen ausgelassen hatte, wies am Mittwoch im Blog auf seiner Website Gerüchte von einer stationären Behandlung oder einem Burn-out von sich („Beides ist völlig aus der Luft gegriffen“). Nachdem er zunächst bewusst Abstand vom Sport gesucht habe, sei er vergangene Woche in Lillehammer auf die Schanze zurückgekehrt, berichtete der Tiroler.

„Ohne Vorgabe, kein Topmaterial, keine Weitenjagd, einfach nur anfahren, abspringen und ein paar Sekunden fliegen“, schilderte Schlierenzauer seinen Zugang. „Bei dem, was ich getan habe, habe ich mich um einiges wohler gefühlt, das ist mir zuletzt abgegangen.“

Nun blicke er wieder zuversichtlicher nach vorne. „Ich bin mir bewusst, dass ich kein aktueller Siegspringer bin und noch sehr viel Arbeit auf mich wartet. Ich möchte mich auch als Person weiterentwickeln und nehme die Herausforderung sehr gerne an. Man darf keine Wunderdinge erwarten, so gesehen verspüre ich auch keinen Druck“, betonte Schlierenzauer, der neun seiner insgesamt 53 Weltcup-Erfolge im Rahmen der Tournee gefeiert hat.

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