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Gut gelaunt nach Oberstdorf

Lächelnd und gut gelaunt hat sich Gregor Schlierenzauer am Sonntagabend vor der 64. Vierschanzentournee den Medienvertretern präsentiert. Es wirkte keineswegs aufgesetzt, als der 25-Jährige über die schwierige Phase seiner Karriere und das Wiederfinden der Motivation erzählte. Das Feuer brenne noch, versicherte der zweifache Tournee-Sieger. „Ich nehme die Herausforderung an.“

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Bis kurz vor Weihnachten war die Tournee-Teilnahme des einstigen Seriensiegers unsicher gewesen. Schlierenzauer hatte die Weltcup-Stationen in Russland und Engelberg ausgelassen und sich nach Lillehammer zurückgezogen. Einen „Urlaubskurs“ habe er dort absolviert, um Abstand zu gewinnen und zu reflektieren, erklärte der Tiroler. Begleitet hat ihn auf seiner Auszeit der frühere ÖSV-Assistenztrainer Marc Nölke.

Manuel Poppinger, Gregor Schlierenzauer und Manuel Fettner

GEPA/Thomas Bachun

Gregor Schlierenzauer (M.) hat die Weltcup-Pause gutgetan

„Es waren tolle sechs Tage“, bilanzierte der Rekordgewinner im Weltcup, der in Norwegen in einer Blockhütte gewohnt und selbst gekocht hatte. „Und es war ein wichtiger Schritt, zurückzugehen und aus dem Hamsterradl auszusteigen.“ Er sei sich immer bewusst gewesen, dass einmal schwierigere Zeiten kommen würden.

Motivation ist wieder da

Schlierenzauers Fazit nach drei Wochen abseits vom Weltcup: „Ich habe gemerkt, dass ich Skispringen will. Ich bin sehr motiviert.“ Bei der Tournee, dem ersten Saisonhöhepunkt, werden die Athleten nach Leistung bewertet, doch Schlierenzauer will sich vor dem Auftaktbewerb in Oberstdorf am Dienstag (17.15 Uhr live in ORF eins und im Livestream) nicht auf Platzierungen festlegen.

Schlierenzauer heiß auf Vierschanzentournee

Gregor Schlierenzauer haben die drei Wochen Abstand vom Skisprungzirkus gutgetan. Der Tiroler ist heiß auf die Vierschanzentournee, für die das ÖSV-Team am Sonntag zu trainieren begonnen hat.

Er liegt damit auf einer Linie mit Cheftrainer Heinz Kuttin. „Ich erwarte mir, dass er nicht ergebnisorientiert ist“, sagte der Kärntner. „Wenn er gelassen ist, wird er gute Sprünge zeigen.“

„Schritt für Schritt nach vorne“

Schlierenzauer weiß, dass er nicht zu den Favoriten zählt. „Diese Situation gefällt mir gar nicht so schlecht“, meinte er verschmitzt. „Ich will wieder Schritt für Schritt nach vorne kommen. Wie lange das dauert, steht in den Sternen.“

Der Stubaier ist ein akribischer Arbeiter, der in allen Teilbereichen top sein will. Da wirkte die fehlende Konstanz, mit der er zuletzt zu kämpfen hatte, kontraproduktiv. „Was beim Skispringen süchtig macht, ist die tolle Bewegung, die sich sehr gut anfühlt. Aber durch die Regeländerungen und die Weiterentwicklung im Sport habe ich nicht immer ein tolles Gefühl gehabt.“

Und er stellte mit Blick auf den Deutschen Martin Schmitt, der seine Laufbahn trotz mäßiger Leistungen noch lange fortgesetzt hatte, eine Grundsatzfrage: „Geht es nur darum, ganz oben zu stehen, oder darum, einfach Freude am Sport zu haben?“

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