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Befreiungsschlag in Santa Caterina

ÖSV-Superstar Marcel Hirscher hat einen perfekten Start ins neue Jahr hingelegt. Der 26-jährige Salzburger gewann den Slalom in Santa Caterina am Mittwoch nach einer spannenden Entscheidung 0,21 Sekunden vor Henrik Kristoffersen (NOR), der sich nach Siegen in Madonna di Campiglio und Aare erstmals in dieser Saison geschlagen geben musste. Der Russe Alexander Choroschilow wurde nach Halbzeitführung nur Dritter (+ 0,32).

Mit 0,10 Sekunden Rückstand auf Chroschilow war Hirscher in das Finale gestartet - und behielt dabei den Durchblick. Wie auf Schienen, nur ein kleines Missgeschick im Mittelteil trübte den souveränen Gesamteindruck, legte er auf der eisigen Piste die Bestzeit hin, an der Kristoffersen und Choroschilow in der Folge scheitern sollten.

Hirscher gewinnt Slalom in Santa Caterina

Marcel Hirscher holte sich seinen ersten Slalom-Sieg in dieser Saison. Der Salzburger übernahm damit wieder die Führung im Gesamtweltcup von dem Norweger Aksel Lund Svindal.

Gleichauf mit Raich in Bestenliste

Nach bangen Minuten im Zielraum stand Hirschers insgesamt 36. Weltcup-Sieg fest, womit er in der ewigen Bestenliste mit dem sechstplatzierten Benjamin Raich gleichzog. Erfolgreicher war aus ÖSV-Sicht nur der hinter Ingemar Stenmark (86) zweitplatzierte Salzburger Hermann Maier (54). Direkt vor Hirscher liegt nun Pirmin Zurbriggen. Der Schweizer brachte es auf 40 Weltcup-Erfolge.

Jubel von Henrik Kristoffersen (NOR), Marcel Hirscher (AUT) und Alexander Choroschilow (RUS)

APA/AFP/Olivier Morin

Hirscher wies Kristoffersen (l.) und Chooroschilow (r.) in die Schranken

„Sieg gibt mir Motivation und Kraft“

Während Hirscher zugleich über seinen insgesamt fünften Saisonsieg und den ersten im Slalom jubelte, verpasste Kristoffersen den historischen Slalom-Hattrick zu Saisonbeginn, der bisher nur dem Italiener Giorgio Rocca (2005) gelungen war. Choroschilow muss auf seinen zweiten Weltcup-Sieg nach dem Slalom in Schladming im Jänner des vergangenen Jahres weiter warten.

Slalom in Santa Caterina

  • 1. Marcel Hirscher (AUT)
  • 2. Henrik Kristoffersen (NOR)
  • 3. Alexander Choroschilow (RUS)

Hirscher, der im Gesamtweltcup nun 85 Punkte vor Aksel Lund Svindal auf Platz eins liegt, atmete im Ziel erleichtert durch. „Es war knapp. Gott sei Dank ist es sich ausgegangen. Der Sieg gibt mir neue Motivation und Kraft, auch im Training über die Grenzen zu gehen. Es war diesmal aber schwer, vor allem körperlich brutal anstrengend", sagte er im ORF-Interview. Kristoffersen gab den fairen Zweiten: „Ich bin zufrieden. Ich denke, es war ein guter Lauf. Einmal habe eben ich mehr Fehler, dann wieder Marcel.“

Digruber glänzt als Neunter

Zweitbester Österreicher hinter Hirscher wurde Marc Digruber, der als Neunter (1,57) sein mit Abstand bestes Weltcup-Ergebnis nach Platz 15 in Val d’Isere im Dezember einfuhr. Der schon 27-Jährige stürmte im zweiten Durchgang mit hinter Hirscher zweitbester Laufzeit in die Top Ten. „Ich habe hart daran gearbeitet und bin immer drangeblieben“, meinte der Niederösterreicher, der seine Leistung auch der guten Saisonvorbereitung zuschrieb.

Manuel Feller wurde 16. (2,18), Michael Matt 19. (3,64). „Unten hat die Ausfahrt von der Vertikale nicht gepasst. Aber das ist Jammern auf ziemlich hohem Niveau“, sagte Feller angesichts seiner ungünstigen Startnummer 53. Marco Schwarz, in Madonna als Dritter erstmals in seiner Karriere auf dem Weltcup-Podest, schied als Halbzeit-26. aus. Christian Hirschbühl (32.), Wolfgang Hörl (38.) und Reinfried Herbst (44.) schauen beim Showdown nur noch zu.

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