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Erfolgstrainer macht weiter

Marcel Koller bleibt auch nach der EM 2016 Teamchef des österreichischen Nationalteams. Der 55-jährige Schweizer und der ÖFB einigten sich auf eine Verlängerung des Vertrages bis 2017, bei erfolgreicher Qualifikation für die WM 2018 in Russland bis nach der WM 2018.

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Koller ist seit dem 1. November 2011 ÖFB-Teamchef und hat das Nationalteam auf Rang zehn der FIFA-Weltrangliste geführt. Unter seiner Leitung gelang als ungeschlagener Gruppensieger die erstmalige sportliche Qualifikation für eine EM-Endrunde, jene in Frankreich.

Interview mit Koller

Teamchef Marcel Koller verlängerte seinen Vertrag mit dem ÖFB mindestens bis 2017, im Fall einer erfolgreichen WM-Qualifikation bis 2018

ÖFB-Präsident Leo Windtner verkündete die Vertragsverlängerung live in ORF Sport +: „Ich sagte immer, dass wir vor der EM wissen, wer danach Teamchef sein wird. Jetzt kann ich die erfreuliche Mitteilung machen, dass wir am Montag über die Vertragsverlängerung bis 2018 von Marcel Koller zu einer Übereinkunft gefunden haben. Das ÖFB-Präsidium hat die klare Zustimmung zur Fortsetzung des gemeinsamen Weges mit ihm gegeben.“

In Ruhe weiterarbeiten

Die Verhandlungen mit Koller waren laut Windtner „hart“ und kein „Kaffeekränzchen“, aber es sei ein für alle fairer Kompromiss gefunden worden. Koller hatte nach eigenen Angabe auch Angebote von Clubteams. Doch vor allem die gute „Perspektive“ in der Weiterentwicklung der ÖFB-Elf habe für ihn für eine Vertragsverlängerung gesprochen.

Alfred Ludwig, Leo Windtner, Marcel Koller und Dino Lamberti

APA/Hans Klaus Techt

Teamchef Marcel Koller (2. v. r.) und sein Manager Dino Lamberti (r.) führten harte Verhandlungen mit der ÖFB-Spitze um Präsident Leo Windtner (2. v. l.)

„Dass wir uns so früh geeinigt haben, ist sehr gut und lässt uns nun in Ruhe arbeiten“, so Koller. „Wir können uns auf das Fußballerische konzentrieren. Das ist wichtig für uns. Für mich zählen die Perspektiven. Und die sind gut, wenn alle Spieler fit und bereit sind, meinen Weg mitzugehen.“

Die Kontinuität in der Entwicklung der Nationalelf war auch für den ÖFB entscheidend: „In den letzten Jahren wurde viel aufgebaut. Vor allem wollten wir aber die Vorbereitungsarbeiten auf die EM auf eine klare Perspektive bringen, Nebendiskussionen beenden und uns voll auf Frankreich konzentrieren. Das entspricht auch dem klaren Wunsch der Teamspieler.“

Marcel Koller im Porträt

Geboren: 11. November 1960 in Zürich

Erfolge als Spieler:
- Grasshoppers Zürich (1978-1996)
- siebenmal Schweizer Meister
- fünfmal Schweizer Pokalsieger
- 55-facher Nationalspieler, Teilnahme an der EM 1996

Trainerstationen:
- 1996/97 Kotrainer Grasshoppers Zürich
- 1997/98 Cheftrainer FC Wil
- 1999/2001 FC St. Gallen
- 2002/03 Grasshoppers Zürich
- 2003/04 1. FC Köln
- 2005/09 VfL Bochum
- Seit 2011 österreichischer Teamchef

ÖFB-Bilanz:
35 Spiele (19 Siege, sieben Remis, neun Niederlagen), Torverhältnis 60:35

Erfolge als Trainer:
- Qualifikation für die EM 2016 mit Österreich als ungeschlagener Gruppensieger
- Platz zehn in der FIFA-Weltrangliste mit ÖFB-Team
- zweimal Schweizer Meister: FC St. Gallen (2000), Grasshoppers Zürich (2003)
- Aufstieg mit Bochum in die erste deutsche Bundesliga (2006)

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