Entschuldigung bei allen Spielerinnen
Raymond Moore, Direktor des Tennisturniers von Indian Wells, ist in der Nacht auf Dienstag nach seinen abfälligen Bemerkungen über Spielerinnen zurückgetreten. „Diese Aussagen tun mir sehr leid, und ich möchte mich bei allen Spielerinnen und der WTA entschuldigen“, sagte der Südafrikaner.
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Unterstützung für die Entscheidung kam vom US-Unternehmer und Besitzer der BNP Paribas Open, Larry Ellison, der den Rücktritt bekanntgab. „Ich kann seine Entscheidung vollkommen verstehen“, sagte Ellis. „Vor fast einem halben Jahrhundert begann die historische Kampagne von Billie Jean King für die Gleichberechtigung der Frauen im Tennis. Was folgte, ist ein andauernder, über Generationen gehender Prozess, Frauen und Männer im Sport gleichzubehandeln“, betonte Ellis.
Die frauenfeindlichen Aussagen des Turnierdirektors hatten in der Tenniswelt für Aufsehen und vor allem viel Kritik gesorgt. Moore entschuldigte sich später bei den Spielerinnen und der Damen-Profiorganisation WTA für seine „irrtümlichen“ und „extrem geschmacklosen“ Kommentare. Damit war es aber nicht getan, es folgte der Rücktritt nach seinen unhaltbaren Aussagen.
Frauen-Tennis abgewertet
Der 69-jährige Südafrikaner hatte am Finaltag in Kalifornien in einer Presserunde mit Journalisten unter anderem gesagt: „Wenn ich eine Spielerin wäre, würde ich jeden Abend auf die Knie gehen und Gott dafür danken, dass Roger Federer und Rafael Nadal geboren wurden. Denn die haben diesen Sport getragen.“ Die WTA befinde sich lediglich „im Schlepptau der Männer“ und treffe keine eigenen Entscheidungen.
Moores frauenfeindliche Aussage
Beim Tennisturnier in Indian Wells hat Turnierdirektor Raymond Moore mit einer abwertenden Äußerung über Damen-Tennis für viel Aufregung gesorgt.
Kritik von Serena Williams und Billie Jean King
Indian-Wells-Finalistin Serena Williams hatte sich schon vor Moores Rücktritt gegen dessen Ansichten gewehrt: „Wir Frauen sind einen langen Weg gegangen und sollten niemals vor irgendjemandem auf die Knie fallen. Wenn ich Ihnen sagen sollte, wie oft ich täglich von Leuten angesprochen werde, die mir erzählen, dass sie nur Tennis schauen, wenn meine Schwester Venus oder ich spielen - ich könnte Ihnen nicht einmal die genaue Zahl nennen.“ Die 34-Jährige sprach deshalb von „sehr, sehr, sehr fehlerhaften“ Bemerkungen.
Die zwölffache Grand-Slam-Turniersiegerin Billie Jean King - eine Vorkämpferin für die Gleichberechtigung und für gleiche Preisgelder im Tennis sowie Mitbegründerin der WTA-Tour - zeigte sich ebenfalls „enttäuscht“ von Moores Äußerungen. „Er liegt auf so vielen Ebenen falsch. Alle, vor allem die Topleute, tragen zu unserem Erfolg bei“, twitterte die 72-Jährige.
Djokovic für mehr „Fairness“
Auch Turniersieger Novak Djokovic hatte Moore zuvor zu mehr Fairness ermahnt. Die Bemerkungen seien politisch nicht korrekt, so der serbische Weltranglistenerste. Allerdings meinte der 28-Jährige auch, dass Männer mehr verdienen dürften, falls sie attraktiveres Tennis bieten. „Das Preisgeld sollte fair verteilt werden, basierend darauf, wer mehr Aufmerksamkeit erregt und Zuschauer anzieht und wer mehr Tickets verkauft“, sagte Djokovic. Insofern sollten die Männer für eine Anhebung kämpfen.
Im Tennis gibt es seit 2007 bei allen vier Grand-Slam-Turnieren - den Australian Open, French Open, Wimbledon und den US Open - das gleiche Preisgeld für Männer und Frauen. Auch bei den großen Masters-Turnieren wie Indian Wells und Miami gibt es keinen Unterschied, im Gegensatz zu kleineren ATP- und WTA-Events.
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