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Weltrekorde in italienischer Hand

Die Italiener Ivan Origone und Valentina Greggio haben am Samstag beim Speed Masters in Vars neue Ski-Geschwindigkeitsweltrekorde aufgestellt. Origone verbesserte die Bestmarke seines Bruders Simone aus dem Vorjahr um mehr als zwei km/h auf 254,958 km/h. Greggio schraubte die Frauen-Bestmarke der Schwedin Sanna Tridstrand (242,590) auf 247,083.

Nachdem das Weltcup-Rennen am Mittwoch für Klaus Schrottshammer mit Platz vier nicht ganz nach Plan verlief, gab es bei den anschließenden Speed Masters aber auch noch ein Happy End für den 36-jährigen Steirer. Er fuhr neuen österreichischen Rekord von 248,447 km/h.

Rekordflut im Speedski

In Vars in Frankreich hat es einen österreichischen Geschwindigkeitsrekord gegeben.

Der Bad Mitterndorfer war damit etwas schneller als der Tiroler Harry Egger beim Weltrekord von 248,105 vor 17 Jahren in Les Arcs. Seine eigene Bestmarke aus dem Vorjahr überbot Schrottshammer gleich um 4,5 km/h. Der 27-jährige Salzburger Manuel Kramer fuhr 246,914. Nur knapp über fünf Sekunden brauchen die Athleten, um auf eine Geschwindigkeit von 200 km/h zu beschelunigen, vergleichbar mit einem Formel-1-Auto.

„Extrem erleichtert“

„Ich bin einfach extrem erleichtert und mir fällt ein riesengroßer Stein vom Herzen. Ich habe lange auf das hingearbeitet und somit auch verdient - es ist einfach an der Zeit gewesen, den Rekord zu brechen. Es ist eine extreme Anspannung, von ganz oben zu starten, das wird auch niemals zur Routine“, so der überglückliche Schrottshammer.

Speedski-Fahrer

Speedski Austria

In knapp fünf Sekunden von null auf 200 km/h

Erster Rekord 1930

Beim Speedki bzw. Geschwindigkeitsfahren wird, wie der Name schon sagt, versucht, eine möglichst hohe Geschwindigkeit zu erreichen. Der Bewerb kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Bereits am 14. Jänner 1930 erzielte der Österreicher Gustav Lantschner im ersten Rennen in St. Moritz mit 105,675 km/h einen neuen Geschwindigkeitsrekord auf Skiern. Die 200-km/h-Schallmauer wurde 1978 vom US-Amerikaner Steve Mc Kinney in Chile erstmals durchbrochen.

Speedski-Legende Franz Weber war zwischen 1980 und 1985 sechsmal Weltmeister und verbesserte den Weltrekord viermal. 1999 erreichte der Tiroler Harry Egger mit 248,105km/h erneut einen Weltrekord der drei Jahre hielt, ehe der Franzose Philippe Goitschel 2002 in Lea Arc erstmals die 250-km/h-Marke übertraf.

Die Sportler tragen einen eng anliegenden Rennanzug aus beschichtetem Polypropylen, einen aerodynamisch geformten, futuristisch anmutenden Sporthelm. An den Skischuhen sind zusätzlich Spoiler montiert. Die Ski sind im Vergleich zu üblichen Alpinski überbreit und zwischen 2,25 und 2,40 Meter lang.

Die gefahrenen Strecken sind bis zu einen Kilometer lang und weisen ein hohes Gefälle auf. Der Höhenunterschied zwischen Start und Messstrecke liegt zwischen 200 und 500 Metern. Der Sportler nimmt auf den ersten 300 bis 400 Metern der Strecke Geschwindigkeit auf, die auf dem folgenden 100 Meter langen Teilstück (der Zeitmesszone), gemessen wird. Die letzten 200 bis 600 Meter dienen als Bremszone.

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