„Meilenstein“ für Rekordmeister Rapid
Rapid lädt zum Eröffnungsspiel seines neuen Stadions am 16. Juli den englischen Topclub FC Chelsea. Das gaben die Wiener am Dienstag im Rahmen eines Pressetermins auf der Baustelle des Allianz-Stadions bekannt. Die Vorfreude auf den ersten Auftritt in der „Grünen Hölle“ im Westen Wiens ist groß - nicht nur auf das Duell mit dem hochkarätigen Gegner, sondern auch auf das Stadion selbst, dessen Fertigstellung in den Endspurt geht.
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Bereits seit mehreren Wochen wurde gemunkelt, dass Chelsea die Ehre haben wird, das Rapid-„Jahrhundertprojekt“, wie es die Verantwortlichen beim Wiener Traditionsclub bezeichnen, einzuweihen. „Das ist sportlich sehr, sehr reizvoll und ein attraktiver Gegner“, freute sich Geschäftsführer Christoph Peschek über den zustande gekommenen Deal mit den Londonern.
„Wir stehen noch immer sehr unter Druck“
Bis zur Übergabe am 30. Juni und dem folgenden Eröffnungsmatch wartet auf die Verantwortlichen aber noch viel Arbeit. Derzeit seien etwa 300 Arbeiter mit dem Bau, der von außen bereits relativ fertig aussieht, beschäftigt, erklärte Roman Hornischer, der beim Baukonzern STRABAG für das Projekt verantwortlich zeichnet.

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Die Montage des Rapid-Logos - ein „emotionaler Moment“ für die Rapidler
„Wir sind in der ‚Rapid-Viertelstunde‘ und stehen immer noch sehr unter Druck. Die Tage werden länger, die Nächte werden kürzer.“ Man befinde sich aber jedenfalls im Plan und werde mit allem rechtzeitig fertig. Einige Übergaben hätten bereits stattgefunden, so etwa die „Promenade“ mit den 21 Verkaufsständen hinter den Tribünen, einige stünden noch bevor. „In der Kürze ein solches Projekt zu stemmen war sehr schwierig, wie man sieht aber machbar“, betonte Hornischer.

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Etwa 300 Personen arbeiten derzeit an den Tribünen der neuen Arena
In den kommenden zehn Wochen werden etwa die Heizungssysteme, der Rasen und die Außenanlagen fertiggestellt. Maler-, Bodenleger- und andere Innenausbauarbeiten folgen dann zum Schluss. „Es wird jeden Tag etwas anderes fertig“, erklärte Rapid-Projektleiter Harry Gartler, für den vor allem die Montage des Logos an der Fassade ein besonders „emotionaler Moment“ war. „Jetzt gerade werden zum Beispiel die Bohrarbeiten für die Sessel durchgeführt. Wir sind ganz gut unterwegs.“
Rapid rechnet mit 20.000 Fans pro Spiel
Das „Jahrhundertprojekt“ dürfte sich für Rapid jetzt schon bezahlt machen. Nicht nur sind bis dato gut 11.500 Abos - davon rund 5.600 auf der Westtribüne - verkauft und damit die Obergrenze von 15.000 Dauerkarten bald erreicht, auch die Logen im neuen Businessclub an der Westseite der Arena sind fast ausgebucht. „Wir rechnen mit einem Zuschauerschnitt von über 20.000 pro Match“, formulierte Peschek das ambitionierte Ziel.

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Auch der VIP-Club soll rechtzeitig zur Eröffnung in drei Monaten fertig werden
Eine für heimische Verhältnisse beinahe utopische Zahl: In der Vorsaison 2014/2015 lag der Zuschauerschnitt in der höchsten österreichischen Spielklasse bei knapp 6.500, wobei Rapid aber mit rund 16.700 Fans pro Spiel die klare Nummer eins war. „Wenn wir uns die Zuschauerzahlen im Happel-Stadion anschauen, dann ist das absolut realistisch“, betonte Peschek.
30 Millionen Euro Vereinsbudget
Der Geschäftsführer der Hütteldorfer ist daher zuversichtlich für die Premierensaison in der neuen Arena. „Das Stadion ist für uns von zentraler Bedeutung. Wir haben ein Budget von 30 Millionen Euro ohne Transfers und eventuelle UEFA-Gruppenphasen eingereicht. Das ist ein Meilenstein für Rapid“, so Peschek, der hofft, die Schere zu Ligakrösus Salzburg „sukzessive schließen“ zu können.
Linda Ellerich, ORF.at
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