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Knapper Sieg bei Ausscheidungsturnier

Rene Pranz hat am Sonntag im letzten Moment doch noch einen Olympiaquotenplatz für Österreich im Fechtsport herausgeholt. Der 30-jährige Niederösterreicher, der für Salzburg startet, gewann den Florett-Bewerb bei der europäischen Zonenausscheidung in Prag. In dieser Waffengattung löste nur der Sieger ein Ticket für die Sommerspiele im August in Rio de Janeiro.

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Mit drei Siegen und zwei Niederlagen ging Pranz aus der Poolphase in die Direktausscheidung, wo er sich der Reihe nach mit 15:9 gegen den Niederländer Sebastiaan Borst, mit 15:8 gegen den Spanier Carlos Llavador und 15:10 gegen den Polen Michal Janda durchsetzte. Im Finale bekam es Pranz mit dem Türken Martino Minuto zu tun, der knapp mit 15:14 das Nachsehen hatte.

„Ich bin fertig mit den Nerven“

„Man träumt jahrelang davon, dann tritt es ein. Noch dazu so knapp. Ich bin fertig mit den Nerven“, lautete der erste Kommentar von Pranz. Markus Mareich, der Präsident des Österreichischen Fechtverbands (ÖFV), meinte angesichts der Tatsache, dass auch Matthias Willau, Josef Mahringer und Olivia Wohlgemuth jeweils nur ein Sieg für das Ticket gefehlt hatte: „Umso größer ist die Freude jetzt im Fechtlager, dass es im wirklich letzten Gefecht in Prag doch gereicht hat.“

Florettfechter Rene Pranz

GEPA/Martin Hörmandinger

Pranz wird Österreichs einziger Fechter in Rio sein

2008 in Peking und 2012 in London war Florettfechter Roland Schlosser jeweils als Einzelkämpfer für Österreich im Zeichen der fünf Ringe mit dabei gewesen. Diese Tradition setzt nun Pranz fort, denn Willau (Säbel) und Mahringer (Degen) scheiterten am Samstag bei der Europaausscheidung in Prag jeweils mit 13:15 im entscheidenden Gefecht knapp und auch die favorisierte Wohlgemuth (Florett) verpasste die letzte Chance.

Mahringer unterliegt im Finale Tschechen Beran

Willau (FU Mödling) hätte einen Top-Vier-Platz für ein Ticket nach Rio benötigt, im Viertelfinale zog er aber gegen den top gesetzten Ukrainer Andrij Jagodka den Kürzeren und wurde als Siebenter klassiert. Mahringer hätte für einen Rio-Startplatz sogar den Sieg benötigt, und der erst 18-Jährige von der FU Linz kam dem auch sehr nahe. Nach drei knappen Erfolgen in der Direktausscheidung unterlag er aber im Finale dem Tschechen Jiri Beran ebenfalls knapp.

Wohlgemuth waren wie Pranz im Vorfeld die besten Chancen eingeräumt worden. Die Athletin des AFC Salzburg war als Nummer eins gesetzt, nach nur drei Siegen bei drei Niederlagen in der Vorrunde traf sie in den K.-o.-Duellen aber früh auf starke Gegnerinnen: Gegen die Rumänin Malina Calugareanu kam mit 9:15 im Viertelfinale das Aus, Wohlgemuth wurde als Siebente gewertet. Ein Halbfinal-Platz hätte für Olympia gereicht.

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