„Spannung bis zum Schluss“
Die Österreich-Rundfahrt 2016 (2. bis 9. Juli) verspricht, ein Festival für Kletterspezialisten zu werden. Nach einem Berg-Sprint-Prolog auf dem Kitzbüheler Horn und weiteren drei Bergankünften wird der Sieger der 68. Auflage nach insgesamt sieben Etappen erst auf den letzten Kilometern bei der Zielankunft auf dem Kahlenberg in Wien ermittelt.
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Auf den 1.283 Kilometern durch acht von neun Bundesländern von Kitzbühel nach Wien stehen mit dem Sonntagberg im Mostviertel (3. Etappe), der Edelweißspitze (4.) - mit 2.571 Metern das Dach der Tour -, dem Villacher Hausberg Dobratsch (5.) und dem Kahlenberg gleich vier Bergankünfte auf dem Programm. Der 600-Meter-Prolog auf dem Kitzbüheler Horn führt über die steilsten Kehren zum Alpenhaus.
Unter den 15 Etappenorten 2016 finden sich mit Steyr, Rottenmann, Stegersbach und Bad Tatzmannsdorf vier neue Partnerstädte der Rundfahrt. Auch die WM 2018 in Innsbruck wirft ihren Schatten, die Tiroler Landeshauptstadt ist als Startort der ersten Etappen ebenso dabei wie Österreichs bisherige WM-Gastgeber Salzburg (2006) und Villach mit dem Faakersee (1987).
„Perfekte Strecke für Stars von morgen“
Rundfahrt-Direktor Wolfgang Weiss, der das Amt im Vorjahr von Ursula Riha übernommen hatte, gab sich zufrieden. Von einer für Bergfahrer maßgeschneiderten Rundfahrt wollte er am Donnerstag bei der Präsentation in Innsbruck aber nicht sprechen. „Wir haben einige Bergankünfte, aber die Profis gestalten sich ihre Rennen selbst“, so Weiss, der die Rundfahrt wieder unter das Motto „Creating Heroes“ stellte. „Ich denke, dass wir für die rot-weiß-roten Stars von morgen eine perfekte Strecke zustande gebracht haben.“

APA/EXPA/Reinhard Eisenbauer
Im Vorjahr setzte sich überraschend der Spanier Victor de la Parte durch
Die schon traditionelle Terminkollision mit der ersten Woche der Tour de France nahm Weiss gelassen. Unmittelbar darauf startet die Polen-Rundfahrt. „Aber auch die Olympischen Spiele sind für viele Athleten ein hoch gestecktes Ziel in dieser Saison, daher wirbelt sich der Kalender durcheinander, vor allem für die Profis der World-Tour-Teams“, gab sich der Salzburger zuversichtlich für ein hochkarätiges Starterfeld. „Sicher bin ich mir jedenfalls, dass wir bei dieser Tour Spannung bis zum Schluss erleben werden.“
Vom Horn bis zum Wiener Kahlenberg
Dem Prolog auf dem Horn folgen der Abschnitt von Innsbruck nach Salzburg und die Oberösterreich-Etappe, ehe im Rahmen der dritten Etappe ein Klassiker auf dem Programm steht - der drei Kilometer lange und durch Kopfsteinpflaster erschwerte Schlussanstieg auf den Sonntagberg, der schon 2012 und 2014 für Gänsehautstimmung im Peloton gesorgt hatte.
Die vierte Etappe führt vom steirischen Rottenmann auf die 2.571 Meter hoch gelegene Edelweißspitze im Nordosten des Großglockners im Nationalpark Hohe Tauern. „Das ist auf der Hochalpenstraße der höchstgelegene Punkt und generell einer der höchsten zu befahrenen Berge Österreichs und von daher Highlight im heurigen Programm der Rundfahrt“, freute sich Weiss.
Doch der nächste Gipfel ruft - nach Start in Millstatt führt die fünfte Etappe vorbei an den Kärntner Seen über Klagenfurt nach Villach, von wo es auf den 16 Kilometer langen Schlussanstieg auf den Dobratsch geht. Die folgende - mit 195,9 Kilometern längste - Etappe endet nach Start in Graz und einer Südburgenland-Tour in Stegersbach, ehe in Bad Tatzmannsdorf die Schlussetappe in Angriff genommen wird. Ziel ist diesmal aber nicht die Ringstraße, sondern das „Grande Finale“ auf dem Wiener Kahlenberg.
Michael Fruhmann, ORF.at
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