Vier Clubs müssen noch zittern
Der unerwartete 2:0-Heimsieg von Grödig gegen die bis dato als Titelanwärter geltenden Rapidler hat in der 33. Runde der Bundesliga den Abstiegskampf plötzlich wieder spannend gemacht. Das Schlusslicht hat nur noch fünf Punkte Rückstand auf den Vorletzten Altach, auch Mattersburg und Ried dürfen sich noch nicht in Sicherheit wähnen.
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Drei Runden vor dem Saisonende beträgt der Rückstand Grödigs auf die Burgenländer, die 0:2 beim WAC verloren, sechs Punkte. Ebenso groß ist das Saldo gegenüber den Oberösterreichern, die bei Sturm Graz ein 0:0 erkämpften.
Abstiegskampf in der Bundesliga
Nach dem überraschenden Sieg von Grödig gegen Rapid sind die Karten im Abschiedskampf neu gemischt. Vier Clubs müssen um den Klassenerhalt zittern. Schlusslicht Grödig darf noch von einem kleinen Wunder träumen.
Optimismus in Grödig zurück
Trotz des Überraschungserfolgs gegen Rapid war Grödig-Trainer Peter Schöttel mit dem Auftritt seiner Mannschaft gegen seinen Ex-Club nicht rundum zufrieden. „Es war kein gutes Spiel von uns, aber die Einsatzbereitschaft hat gepasst und auch, wie die Mannschaft nach hinten gearbeitet hat“, so der Coach.
Nach dem unglücklichen 0:1 vor einer Woche gegen den WAC waren bereits erste Anzeichen von Resignation erkennbar gewesen, durch den Sieg über Rapid kehrte aber wieder Optimismus bei den Grödigern ein. „Der Sieg ist schön und war unbedingt notwendig. Er gibt uns hoffentlich viel Kraft für die letzten Runden“, sagte Schöttel.

GEPA/Felix Roittner
Mit dem 2:0 gegen Rapid hat Grödig im Abstiegskampf Mut getankt
Bereits die nächste Partie hat für das Schlusslicht richtungsweisenden Charakter: Am Samstag geht es auswärts gegen die SV Ried. Schöttel wagte bereits einen Ausblick: „In diesem Spiel müssen wir nicht nur leidenschaftlich fighten, sondern auch besser spielen. Wenn uns das gelingt, dann kann noch etwas Großes passieren.“
Abstiegssache für Ried noch nicht durch
Im Lager der Innviertler war man einstweilen froh, einen hart erkämpften Zähler aus Graz entführt zu haben. „In unserer Situation ist dieser Punkt besonders wichtig“, meinte Kotrainer Mario Posch in Vertretung seines Chefs Paul Gludovatz. Der Umfaller von Rapid sei für ihn nicht überraschend gekommen, betonte Posch. „Ich habe immer dementiert, dass die Sache mit dem Abstieg schon durch ist.“
Auch der SCR Altach muss nach dem 1:2 bei der Admira weiter zittern. Trainer Damir Canadi trauerte in der Südstadt der mangelnden Chancenauswertung und einem nicht gegebenen Elfmeter nach. „Aber die Leistung meiner Mannschaft war in Ordnung“, so der Wiener. In der nächsten Runde steht für die Vorarlberger ein Heimspiel gegen den WAC auf dem Programm. Ein Erfolg wäre wohl gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt. „Das ist unser nächster Matchball“, sagte Canadi.
WAC bereitete Mattersburg Ungemach
Die Wolfsberger sind durch das 2:0 gegen Mattersburg auch rechnerisch vor dem Abstieg gerettet, für die Burgenländer könnte es allerdings noch einmal ungemütlich werden. „Uns fehlt im Moment ein Erfolgserlebnis, doch wir müssen weiter dranbleiben“, sagte Coach Ivica Vastic nach nur einem Punkt aus den jüngsten sechs Partien. Ein ähnliches Schicksal wie vor drei Jahren ist nicht ausgeschlossen - damals lag man zwei Runden vor Schluss als Siebenter fünf Zähler vor dem letzten Platz, musste dann aber doch noch absteigen.
Nächste Gegner der Mattersburger sind am Sonntag die Rapidler, bei denen nach der Niederlage in Grödig Ratlosigkeit herrschte. „Ich glaube, wir hätten noch drei Stunden spielen können, und es wäre uns kein Tor gelungen“, mutmaßte Trainer Zoran Barisic nach einem neuerlichen Umfaller am Fuße des Unterbergs. „Das hier ist ein schlechter Boden für uns, vielleicht liegt eine Wasserader darunter.“
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