Grödig-Rückzug rettet Floridsdorfer
Mit dem am Dienstag erfolgten Rückzug von tipico-Bundesliga-Absteiger SV Grödig ist das Sorgenkind Sky Go Erste Liga um eine Kontroverse reicher und befeuert die derzeit intensiv geführte Reformdiskussion. Der Verzicht der Salzburger hat direkte Auswirkungen auf die Zusammensetzung der Liga 2016/17: Der FAC Wien muss nicht absteigen.
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FAC-Präsident Jürgen Schmidt freut sich über den Verbleib in der Ersten Liga: „Die Bundesliga besteht im Grunde aus zwei Wettbewerben, dem sportlichen Wettbewerb und dem wirtschaftlichen. Es gilt, zumindest einen von beiden positiv zu absolvieren, um die Liga halten zu können. Wir haben wirtschaftlich gut gearbeitet und sind glücklich, dass es gereicht hat“, wurde Schmidt am Dienstag in einer Presseaussendung der Floridsdorfer zitiert.
Prinzipiell müssen nach dem Ende der - noch zwei Runden dauernden - Saison die beiden letzten Teams der Zehnerliga absteigen. Abgeschlagenes Schlusslicht ist derzeit der FAC mit nur vier Siegen und insgesamt 17 Punkten, dennoch bleiben die Floridsdorfer der Liga erhalten. Denn nicht nur verzichtet Grödig, sondern es schlitterte auch die neuntplatzierte Austria Salzburg in die Insolvenz und ist somit Fixabsteiger.
Eventuell keine Relegation in Regionalliga
Zudem ringt die Klagenfurter Austria um die Lizenz für die kommende Saison. Wird ihr diese auch letztinstanzlich vor dem Ständig Neutralen Schiedsgericht verwehrt - die Entscheidung fällt bis 31. Mai -, würden sich die Aufstiegskandidaten aus der Regionalliga West, Wattens, und der Regionalliga Mitte, Blau-Weiß Linz, das Relegationsduell ersparen und beide nach oben kommen. SV Horn, der Aufsteiger aus der Regionalliga Ost ist dank dem direkten Aufstiegsplatz in dieser Saison bereits fix in der Erste Liga 2016/17 vertreten.
„Mir tut es sehr leid, wenn Mannschaften wie Grödig, Klagenfurt oder Austria Salzburg nicht mehr im Profibetrieb spielen“, erklärte FAC-Präsident Schmidt. „Wir nehmen die Situation, wie sie ist, und werden alles daransetzen, eine starke Mannschaft zu formen und die sportlichen Aspekte in der nächsten Saison besser zu bewältigen.“
„Wir nehmen das Geschenk dankend an“
FAC-Obmann Walter Brand gibt sich für die Zukunft zuversichtlich: „Wir nehmen das Geschenk dankend an und wissen, dass in dieser Saison sportlich nicht alles so gelaufen ist, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir werden aus den Fehlern, die wir dieses Jahr gemacht haben, die richtigen Schlüsse ziehen und uns in Ruhe der Planung für den Herbst widmen“, sagte Brand.
Auch Peter Eigl, der Sportchef der Floridsdorfer, ist froh, dass das Warten ein Ende hat: „Endlich können wir mit der Planung für die nächste Saison anfangen, dass Grödig nicht weitermacht, war schon sehr überraschend.“
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