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„Das Spiel hat seinen Zweck erfüllt“

Eines hat Teamchef Marcel Koller nach dem 2:1-Sieg in Klagenfurt gegen Malta klargestellt: „Aus meiner Sicht hat das Spiel seinen Zweck erfüllt, ich bin zufrieden.“ Im vorletzten Testspiel vor der Auftaktpartie bei der EM gegen Ungarn sah der ÖFB-Coach aber auch, woran in den nächsten Tagen noch gearbeitet werden muss. In Panik verfällt er deshalb nicht - und sieht noch genug Zeit, um seine Spieler in EM-Form zu bringen.

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„Gegen Malta wollten wir uns spielerisch vorbereiten, das haben wir teilweise gemacht. Viele haben vielleicht erwartet, dass wir Malta aus dem Stadion schießen. Vom Ergebnis her haben wir das nicht so hingebracht. Wir wussten aber, dass das eine sehr kompakte Mannschaft ist, die defensiv sehr gut steht“, sah der Teamchef den knappen 2:1 gegen den Weltranglisten-165. nicht als Beinbruch an. „Wir müssen uns unser Selbstvertrauen nicht selbst nehmen“, so Koller, der von einem verlorenen Momentum nichts wissen will.

Glanzloser Testsieg des ÖFB-Teams

Zwei Wochen vor dem ersten Auftritt bei der Europameisterschaft in Frankreich hat die österreichische Nationalmannschaft den Test gegen Malta knapp gewonnen.

Die EM-Form „wird schon kommen“

Nach einer langen Saison und dem Erholungscamp in Laax möchte der Schweizer seine Spieler langsam an den Wettkampfmodus heranführen. „Wenn man davor auf Bäumen herumklettert, dann stimmt danach alles nicht genau. Ich persönlich bleibe ruhig, denn wir wissen, was wir können.“ Nächste Gelegenheit, das zu beweisen, ist das Testspiel am Samstag gegen die Niederlande (20.30 Uhr, live in ORF eins). Bis dahin bekommen die Spieler bis Donnerstagmittag frei, auch für Sonntag und Montag ist Freizeit vorgesehen.

Spätestens bei der ersten Trainingseinheit am 9. Juni in Mallemort müssen dann die Zügel aber etwas angezogen werden. Obwohl der Sieg gegen Malta ungefährdet war, konnte das Team nicht restlos überzeugen. Gute Kombinationen wechselten sich mit Leerläufen ab. Bezüglich Passqualität und Bewegung nach hinten sieht Koller noch Aufholbedarf. „Die Präzision fehlt noch. Auch an der Spritzigkeit und Frische werden wir noch arbeiten. Aber das wird schon kommen“, versprach der Teamchef.

Vertrauen in Janko und Harnik, Lob für Schöpf

Vom Status quo ist Koller nicht überrascht - haben seine Burschen doch eine lange Saison hinter sich, die für einige mit Verletzungen bzw. schwierigen Situationen endete. So sah man etwa Marc Janko („Er muss sich noch herantasten“), aber auch Martin Harnik („Er braucht den Rhythmus und muss im Training Gas geben“) die fehlende Spielpraxis an. Bei beiden Spielern setzt Koller auf die Routine und Erfahrung, damit sie am Tag X in Form sind.

Marcel Koller und Alessandro Schöpf

GEPA/Christian Ort

Für Alessandro Schöpf hatte Marcel Koller Sonderlob übrig

Von der Vorstellung eines anderen Spielers zeigte sich der Teamchef indes erfreut. Alessandro Schöpf bewies bei seinem Startelfdebüt, dass er zu Recht den Sprung in den EM-Kader geschafft hat. „Mit seiner Leistung bin ich absolut zufrieden. Er ist ein technisch hochbegabter Spieler mit einer guten Bewegung. Er passt sehr gut zu uns. Für einen Trainer ist es immer gut, wenn ein Spieler auf verschiedenen Positionen eingesetzt werden kann, wo er Leistung bringen kann“, sagte Koller über den 22-jährigen Schalke-Legionär.

So ein Eigentor „kann passieren“

Schöpf durfte bis zur 63. Minute David Alaba auf dessen Position ersetzen. Dass danach ausgerechnet der ÖFB-Star mit seinem Eigentor für das Gesprächsthema der Partie sorgte, war kurios. Das ÖFB-Team kassierte damit im dritten Spiel in Serie einen mehr als vermeidbaren Treffer - Fehler, die bei der EM tunlichst vermieden werden sollten. „Alaba ist davon ausgegangen, dass ‚Rambo‘ im Tor steht. Er ist aber seitlich gestanden. So etwas kann passieren. Ich mache mir deswegen keinen Kopf“, nahm Koller die Szene gelassen.

Der Schweizer verwies einmal mehr in seiner Analyse darauf, dass die restlichen Tage vor dem EM-Start dazu dienen, genau solche Nachlässigkeiten auszumerzen. „Darum haben wir die Vorbereitung, um das wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Wir werden alles ansprechen. Ich kenne die Mannschaft, aber mittlerweile auch die österreichische Mentalität. Wir haben noch Zeit, dass wir die Feinabstimmung hinbekommen“, sagte Koller.

Christian Wagner, ORF.at, aus Klagenfurt

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