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Details sollen bis Dezember stehen

Die österreichische Bundesliga erhält ab der Saison 2018/19 ein neues Ligaformat. Die höchste Spielklasse wird künftig zwölf, die zweithöchste 16 Teams umfassen. Diesen Grundsatzbeschluss gab Bundesliga-Präsident Hans Rinner am Dienstagnachmittag nach einer außerordentlichen Hauptversammlung in Klagenfurt in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ÖFB bekannt.

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„Ich freue mich, dass wir die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des österreichischen Profifußballs stellen konnten“, sagte Rinner. „Wir haben versucht, ein Modell zu finden, durch das die sportliche Leistungsfähigkeit, aber vor allem auch die wirtschaftliche Stabilität in den beiden obersten Spielklassen gegeben sind.“ Details zum neuen Modus sollen in einer Arbeitsgruppe bis Dezember ausgearbeitet werden.

Interview mit Bundesliga-Präsident Hans Rinner

Hans Rinner sieht es als Erfolg, dass die Mehrheit der Vereine zu dieser Reform steht. Aufgrund von Fernsehverträgen und anderen Vermarktungen wird sie erst in der Saison 2018/19 umgesetzt.

Der Plan sei, die höchste Spielklasse ab 1. Juli 2018 auf zwölf sowie die zweithöchste Liga auf 16 Clubs und bis zu drei Amateurmannschaften von Vereinen der obersten Liga aufzustocken. Ziel ist, dass die Anzahl der Spiele in der schlechten Jahreszeit und der englischen Runden verringert wird und die Anzahl an Topspielen mit Entscheidungscharakter ansteigt. Auch der Direktaufstieg aus den drei Regionalligen ist in der neuen Konstellation gegeben.

Pressekonferenz zum Thema Ligaformat

Die österreichische Bundesliga erhält ab der Saison 2018/19 ein neues Ligaformat. Die höchste Spielklasse wird künftig zwölf, die zweithöchste 16 Teams umfassen.

Trennung in Meister- und Abstiegs-Play-off

Vorgesehen ist in der Bundesliga nach dem Grunddurchgang von 22 Runden eine Trennung in Meister- und Abstiegs-Play-off zu je sechs Teams, was weitere zehn Runden bedeutet. Die zweithöchste Spielklasse soll mit einfachen Hin- und Rückspielen ausgetragen werden und weiterhin unter der Schirmherrschaft der Bundesliga stehen. „Wir werden insbesondere die Clubs der zweiten Spielklasse weiterhin in ihren Infrastrukturmaßnahmen und in der Organisationsentwicklung tatkräftig unterstützen, um den Übergang in die höchste Spielklasse bestmöglich zu gewährleisten“, so Rinner.

Ligapräsident Hans Rinner und Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer

GEPA/Christian Ort

Bundesliga-Vorstand Ebenbauer und -Präsident Rinner krempeln die Liga um

Nach der Übergangssaison 2017/18 steigen die besten zwei Clubs der Erste Liga in die Bundesliga auf, der Drittplatzierte spielt Relegation gegen den Oberhaus-Letzten. Die zweithöchste Liga wird vor Saisonbeginn 2018/19 mit acht Vertretern aus den Regionalligen aufgefüllt, der Letzte der zweiten Spielklasse trägt dann gegen einen weiteren Regionalligisten ein Play-off aus.

Interview mit ÖFB-Präsident Leo Windtner

Leo Windtner ist der Ansicht, dass die Gesprächsbasis bei den Verhandlungen zum neuen Ligaformat sehr konstruktiv war. Auch ÖFB-Teamchef Marcel Koller sieht den neuen Zugang positiv.

„Sportliche Entwicklung bestmöglich fördern“

Das bisherige Format mit je zehn Teams in zwei Profiligen hatte seit 2010 bestanden. In der höchsten Spielklasse waren seit 1993 nie mehr als zehn Mannschaften vertreten. „Auf Basis der wirtschaftlichen Entwicklungen in der abgelaufenen Saison war es ein wichtiger Schritt, mögliche Alternativmodelle im Detail auszuarbeiten“, unterstrich Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer. „Schließlich gilt es ein Format zu spielen, das die sportliche Entwicklung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und infrastrukturellen Voraussetzungen bestmöglich fördert.“

Interview mit Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer

Christian Ebenbauer hält es für wichtig, dass ein Schritt gemacht wurde. Die Liga soll durch die Reform vor allem für die Fans wieder interessanter werden.

Rinner meinte zu der Reform, die zumindest auf dem Papier eine Reduzierung der Proficlubs mit sich bringt: „Manchmal ist es wichtig, einen kleinen Schritt zurück zu gehen, um einen großen nach vorne machen zu können.“ Der Steirer wies auf die schwierige finanzielle Situation vieler Erste-Liga-Vereine hin. „Wir wollen wirtschaftliche Stabilität reinbringen, deswegen haben wir diese sportliche Übergangsliga geschaffen.“ Außerdem werden die Lizenzkriterien laut Ebenbauer massiv heruntergesetzt, was zum Beispiel die Anzahl der Profis im Kader oder infrastrukturelle Vorgaben betrifft.

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