Themenüberblick

Erwartungen werden zurückgeschraubt

Das Österreichische Olympische Comite (ÖOC) erwartet für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro eine deutlich kleinere Sportlerdelegation als ursprünglich angenommen. Vor einigen Monaten hatte man noch auf 80 österreichische Teilnehmer gehofft - nun geht man von 65 bis maximal 70 aus.

„Unsere ursprüngliche Schätzung waren rund 80. Zuletzt haben es berechtigte Hoffnungen - wie beispielsweise im Ringen und im Flachwasser-Kanu - leider knapp nicht geschafft. Wir gehen momentan davon aus, dass es im Bereich 65 bis 70 sein werden“, sagte ÖOC-Sportdirektor Christoph Sieber am Freitag in Wien. Vor vier Jahren in London waren es 70 Sportler gewesen, die letztlich ohne Medaillengewinn blieben.

Normen werden nicht aufgeweicht

Siebers Worst Case für Rio sind etwas weniger als 65 Teilnehmer. Bestenfalls rechnet er mit 70, wobei das auch von derzeit anhängigen Dopingverfahren gegen Athleten aus anderen Nationen abhänge.

ÖOC-Direktor Christoph Sieber

GEPA/Christopher Kelemen

Wie groß die Zahl der Teilnehmer sein wird, weiß auch Sieber noch nicht

Sieber und auch ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel stellten klar, dass man durch Nachrückungen erhaltene Quotenplätze nur dann annehmen werde, wenn die betreffenden Sportler auch die geforderten Limits erbracht haben. Auch bei knappen Entscheidungen wie möglicherweise in der Leichtathletik und im Schwimmen werde man die Normen nicht aufweichen, kündigte Mennel an.

ÖOC hofft auf guten Besuch im „Austria House“

Am Freitag wurde auch das „Österreich-Haus“ für die Sommerspiele präsentiert. Als „Austria House“ fungiert in Rio, wie bereits bekannt, das Clubhaus des Fußballvereins Botafogo unweit der Copacabana. Das ÖOC und seine Sponsoren hoffen, den 45.000-Besucher-Rekord von London noch übertreffen zu können. „Ich bin - wie im sportlichen Bereich auch - überzeugt, dass wir das Ergebnis noch toppen können“, sagte ÖOC-Präsident Karl Stoss.

Das „Österreich-Haus“ in 40 Kilometer Entfernung zum olympischen Dorf soll von 4. bis 21. August wieder Treffpunkt für Sportler, geladene Gäste und Medienvertreter aus aller Welt sein. Mit österreichischem Essen und Trinken, Musik und Themenabenden sollen aber auch möglichst viele Olympiatouristen und Brasilianer angezogen werden. Dafür sei die Lage in der Nähe der Touristenattraktionen sowie unmittelbar an einer U-Bahn-Station und einem Einkaufszentrum ideal, so Stoss.

Auch die ÖOC-Partner sind zuversichtlich. „Die Olympischen Spiele sind eine ausgezeichnete Auslage, um den Standort Österreich vor einem weltweiten Publikum zu präsentierten. Unser Ziel ist es, möglichst viele Meinungsbilder und Entscheidungsträger aus der ganzen Welt begrüßen zu dürfen“, sagte Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung.

Link: