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Hütteldorfer suchen Nachfolger

Völlig überraschend hat Vizemeister Rapid Wien am Montag die Trennung von Trainer Zoran Barisic bekanntgegeben. „Wir sind in sehr freundschaftlicher Atmosphäre zu dem gemeinsamen Entschluss gekommen, unsere Zusammenarbeit einvernehmlich zu beenden“, wird Sportdirektor Andreas Müller auf der Vereinshomepage zitiert.

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Laut Müller kam der Verein damit „dem Wunsch von unserem sehr verdienten Trainer nach einer einvernehmlichen Auflösung des Dienstverhältnisses nach“. Man hatte sich bereits zum Ende der Saison mehrfach zu Gesprächen getroffen und schließlich vereinbart, in der Sommerpause eine Entscheidung zu treffen. „Ich bedauere dies einerseits, da Barisic in den letzten drei Jahren unsere Mannschaft hervorragend weiterentwickelt hat“, so Müller. „Andererseits ist klar, dass diese Zeit sehr herausfordernd und kräfteraubend war.“

Ex-Rapid-Trainer Barisic

ORF.at/Christian Öser

Nach drei Jahren bei Rapid will Barisic nun „einen neuen Weg einschlagen“

Barisic selbst meinte zur für - viele wohl sehr überraschenden - Entscheidung: „Dieser Verein liegt mir enorm am Herzen, momentan bin ich aber der Ansicht, dass ich nach fast einem Jahrzehnt in diversen Funktionen bei Rapid einen neuen Weg einschlagen möchte.“ Weiters erklärte der 46-Jährige: „Mir fiel diese Entscheidung alles andere als leicht, und ich möchte mich auf diesem Wege auch bei meinen Spielern, Trainerkollegen, Betreuern und Rapid-Mitarbeitern für die hervorragende Zusammenarbeit in den letzten drei Jahren bedanken.“

Vom Notnagel zum Erfolgstrainer

Der Wiener hatte den Trainerposten bei den Hütteldorfern im April 2013 zum zweiten Mal nach 2011 interimistisch als Nachfolger von Peter Schöttel übernommen und die Mannschaft in den letzten Spielen der Saison 2012/13 noch auf Platz drei, der zur Teilnahme an einem internationalen Bewerb reichen sollte, geführt. In der darauffolgenden Saison konnte sich Rapid nach drei Siegen und einem Remis gegen Dila Gori und Asteras Tripolis für die Gruppenphase der UEFA Europa League qualifizieren und holte dort sechs Punkte.

Danach führte Barisic Rapid dreimal hintereinander zur Vizemeisterschaft hinter Red Bull Salzburg, und die Hütteldorfer konnten in seiner Amtszeit erstmals seit zwei Jahrzehnten im Europacup überwintern. Fünf Siege in sechs Gruppenspielen der vergangenen UEFA Europa League sorgten auch international für positive Schlagzeilen. Bereits als Spieler hatte der Wiener große Erfolge mit dem Rekordmeister gefeiert. In der Saison 1995/96 hatte der Mittelfeldspieler großen Anteil am Einzug ins Finale des Europapokals der Pokalsieger.

Barisic, dessen Vertrag erst im November des Vorjahres um zwei Jahre bis 2018 verlängert worden war, wird damit auch nicht die Eröffnung des neuen Stadions am 16. Juli in Diensten Rapids erleben.

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