Themenüberblick

Neue Leidenschaft für die „Blues“

Bevor es für den FC Chelsea am Samstag zur Eröffnung des Allianz-Stadions in Wien gegen Rapid geht, ist Antonio Conte am Donnerstag in seiner neuen Funktion als Trainer der „Blues“ präsentiert worden. „Ich hoffe, es gibt da eine kleine Flamme, die sich zu einem gigantischen Inferno entwickelt“, sagte der Italiener in London auf einer Pressekonferenz.

Conte, der im April einen Vertrag über drei Jahre unterschrieben hatte, präsentierte sich bei dem Termin voller Enthusiasmus und Vorfreude. „Jeder Trainer hat seine eigene Idee von Fußball, und ich möchte den Spielern meine Ideen mitgeben. Ich habe eine große Leidenschaft für den Fußball, für mein Team und meine Arbeit“, sagte der Nachfolger von Interimstrainer Guus Hiddink.

Trainer Antonio Conte (Chelsea)

AP/PA/Steve Paston

Antonio Conte zeigte sich bei seinem Amtsantritt gut gelaunt und zuversichtlich

„Wir müssen um Titel kämpfen“

Chelsea hatte die vergangene Saison in der Premier League nur auf dem enttäuschenden zehnten Platz beendet. Bereits im Dezember hatten sich die Londoner von Startrainer Jose Mourinho getrennt. „Die letzte Saison war eine schlechte Saison“, hielt Conte fest. Er wolle den Club, der zuletzt 2014/15 die Meisterschaft gewonnen hatte, wieder auf die vorderen Plätze führen.

„Wir müssen um den Titel kämpfen, wir gehören in die Champions League, und wir müssen dort bleiben“, sagte Conte, der bei der EM Italien ins Viertelfinale geführt hatte. Der Weg dorthin führe nur über „Arbeit, Arbeit, Arbeit“. Die englische Premier League hält Conte für die ausgeglichenste Liga der Welt. „Es gibt sechs oder sieben Mannschaften, die den Titel gewinnen können.“

Routinier Terry bleibt Kapitän

Seine eigene Aufgabe beschrieb der 46-Jährige wie folgt: „Der Trainer ist wie ein Schneider, der das beste Kleid für die Mannschaft schneidern muss“. Dabei sei es wichtig, Spieler zu haben, „die bereit sind zu kämpfen, guten Fußball spielen und unsere Leidenschaft und Emotionen auf die Fans übertragen können“. Druck spiele für ihn keine Rolle. „Ich wurde mit Druck geboren. Das ist die Norm, wenn du Spieler oder Trainer von einem großen Club bist“, meinte der Ex-Profi von Juventus Turin.

Eine erste Entscheidung vor seiner Debütsaison, die am Samstag aufgrund des Testspiels im Wiener Allianz-Stadion schon eine Dienstreise inkludiert, gab Conte auch bekannt: Routinier John Terry wird die „Blues“ weiter als Kapitän auf das Feld führen. Der 35-jährige Innenverteidiger geht in seine 22. Saison bei den Londonern. „Er ist ein großartiger Spieler mit einer großen Persönlichkeit und Charisma“, sagte Conte.

Links: