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Glasner hält den Ball flach

Der LASK geht ins dritte Jahr nach dem Wiederaufstieg in die Erste Liga und zählt zum dritten Mal zu den Aufstiegsfavoriten. In der vergangenen Saison verpassten die Linzer als Zweiter hinter SKN St. Pölten den Sprung in die Bundesliga. Auch in dieser Saison sehen die meisten Clubs und Experten die Oberösterreicher als Favoriten. LASK-Trainer Oliver Glasner lässt das relativ kalt.

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„Favorit hin oder her, ich weiß nicht, wer das definiert. Ich glaube jedenfalls, dass wir um den Titel mitsprechen werden“, sagte Glasner. Nichtsdestotrotz erwartet er eine „ganz schwierige Saison“. Die Tatsache, dass aufgrund der Bundesliga-Reform in der Saison 2017/18 voraussichtlich mehr als ein Club aufsteigen kann, nehme „überhaupt keinen Druck heraus“, sagte Glasner. Er sieht Wacker Innsbruck, Austria Lustenau und den finanzkräftigen Aufsteiger SV Horn als die größten Konkurrenten.

Trainer Oliver Glasner (LASK)

GEPA/Christopher Kelemen

LASK-Coach Oliver Glasner erwartet er eine „ganz schwierige Saison“

Schwieriger Saisonauftakt

Zum Saisonauftakt am Freitag (20.30 Uhr, live in ORF Sport +) trifft der LASK in Lustenau gleich auf einen möglichen Titelkonkurrenten. Der Saisonstart der Linzer hat es überhaupt in sich. In der zweiten Runde steigt das erste Linzer Derby gegen Aufsteiger Blau-Weiß. Dann folgt ein Auswärtsspiel beim FC Liefering, bevor Wacker Innsbruck zum nächsten Duell der Titelanwärter beim LASK gastiert.

In der Sommerpause setzten die Linzer auf Kontinuität. Von den Leistungsträgern verließen nur Christopher Drazan (St. Pölten) und Nikola Dovedan (Altach) den LASK in Richtung Bundesliga. Bis auf den 26-jährigen Rajko Rep (Austria Klagenfurt) holte man nur junge Spieler. In den 21-jährigen brasilianischen Außenverteidiger Paulo Otavio setzt Glasner besonders große Hoffnungen.

Konstanz als Schlüssel zum Erfolg

„Wir wissen, dass wir eine gute Mannschaft haben, die jetzt seit über einem Jahr beisammen ist“, sagte Glasner. Aus diesem Grund werde auch taktisch für die kommende Saison wenig geändert. „Die Grundprinzipien ändern wir nicht. Wir werden wieder einmal weiter vorne und einmal weiter hinten pressen“, erklärte der 41-Jährige.

Der Schlüssel zum Erfolg werde sein, über die gesamte Saison Konstanz zu zeigen, so Glasner. „Wir hatten vergangene Saison 72 Punkte, das war eine ordentliche Zahl. In der einen oder anderen Phase hat aber die Konstanz gefehlt“, erklärte der Trainer.

Aufregung über angebliche Gehaltskürzungen

Für Aufregung sorgten in Linz während der Saisonvorbereitung Berichte, dass Gehälter von Leistungsträgern gekürzt worden seien. Glasner stellte im Gespräch mit der APA klar: „Es sind keine Gehälter gekürzt worden. Ein paar Spieler haben frei entscheiden können, ob sie leistungsorientiertere Verträge annehmen, bei denen am Ende mehr herausschaut, wenn wir erfolgreich sind.“

Dennoch macht sich auch beim LASK das dritte Jahr in der finanziell schwierigen Ersten Liga bemerkbar. „Wir haben auch keine Notendruckbank. Die Erste Liga ist sehr interessant, aber ein finanzieller Kraftakt. Für diese Saison mussten wir die Personalkosten kürzen“, sagte Glasner.

Heimspiele in Pasching statt Linz?

Ebenfalls für Aufregung sorgte das Vorhaben des Vereins, möglicherweise alle Spiele der Herbstsaison im Paschinger Waldstadion spielen zu wollen. Glasner sieht das nüchtern: „Sportlich war Pasching ein super Boden. Wir haben jedes Pflichtspiel dort gewonnen und trainieren dort.“

Auch in Sachen Stimmung wäre Pasching, für das der LASK kürzlich das nicht mehr benötigte VIP-Zelt von Grödig kaufte, kein Nachteil. „Wenn 3.000 Zuschauer in Pasching sind, springt der Funke schon über. Wenn das Stadion mit 5.500 Zuschauern wie gegen St. Pölten ausverkauft ist, ist die Stimmung top. Auf der Gugl ist erst gute Stimmung, wenn knapp 10.000 Zuschauer sind wie gegen Austria Salzburg im Herbst“, erläuterte Glasner.

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