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Hürden-Sprinterin sorgt für Highlight

Die US-Amerikanerin Kendra Harrison hat einen Weltrekord über 100 m Hürden aufgestellt. Die 23-Jährige siegte am Freitagabend beim Diamond-League-Meeting in London in 12,20 Sekunden. Sie unterbot damit die Uraltbestmarke der Bulgarin Jordanka Donkowa von 12,21 Sekunden, aufgestellt 1988 in Stara Sagora. Überstrahlt wurde damit auch der Comeback-Sieg von Superstar Usain Bolt.

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Harrison setzte sich in London vor ihren Landsfrauen Brianna Rollins (12,57) und Kristi Castlin (12,59) durch. Die 23-Jährige, die noch keine Medaille bei einer großen internationalen Meisterschaft gewonnen und Olympia in Rio verpasst hat, hatte bisher eine Bestzeit von 12,24 Sekunden stehen.

„Lief mit der Wut im Bauch“

Bereits im Vorlauf hatte die 1,63 Meter große Harrison in 12,40 Sekunden angedeutet, dass es ihr Abend werden könnte. Harrison hatte zu Beginn der Saison für Aussehen gesorgt, als sie in Eugene 12,24 Sekunden erreicht hatte. Bei den US-Trials wurde sie allerdings nur Sechste und verpasst somit die Olympischen Spiele in Rio.

„Ich lief mit der Wut im Bauch und wollte den anderen Mädchen zeigen, was ich drauf habe“, sagte sie in Anspielung auf den Saisonhöhepunkt, den sie verpassen wird. „Die 12,40 im Vorlauf gaben mir das Vertrauen zurück. Ich wusste, dass ich es drauf habe, und rannte so schnell ich konnte“, sagte Harrison. „Zu hören, dass mich die Leute eine Weltrekordhalterin nennen, klingt außergewöhnlich.“

Bolt feiert gelungenes Comeback

Ein gelungenes Comeback feierte unterdessen Sprint-Superstar Bolt. Der Jamaikaner gewann zwei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele in Rio die 200 m in 19,89 Sekunden. Im ersten Saisonrennen auf seiner Lieblingsdistanz setzte sich der Weltrekordler im Olympiastadion von 2012 gegen Alsonso Edward (Panama/20,04 Sekunden) und den Briten Adam Gemili (20,07) durch.

Allerdings blieb Bolt, der zuletzt mit einer Oberschenkelzerrung kämpfte, über der Weltjahresbestzeit des Amerikaners LaShwan Merritt (19,74). Auch Dauerrivale Justin Gatlin (19,75) war in dieser Saison schon schneller gelaufen. „Mir fehlt die Wettkampfpraxis. Ich brauche jetzt Rennen“, sagte Bolt, für den London sein erst sechster Lauf in diesem Jahr war. „Aber meine Vorbereitung auf Olympia ist nicht so schlecht wie in der letzten Saison vor der WM. Ich habe noch etwas Zeit.“

Olympiasieger will in Rio Geschichte schreiben

Vor den jamaikanischen Meisterschaften sei er noch in guter Form gewesen. „Ich weiß: Ich bin ein starker Wettkämpfer, wenn es darauf ankommt. Vor allem mental.“ Der 29-Jährige möchte im August in Rio zum dritten Mal nacheinander olympisches Gold über 100, 200 und 4 x 100 m gewinnen. „Ich freue mich auf die Olympischen Spiele. Es werden meine letzten sein. Das ist der Ort, an dem Geschichte geschrieben wird“, sagte er.

Jahresweltbestleistungen gingen im Olympiastadion der Spiele 2012 auf das Konto der 400-m-Läuferin Schaunae Miller (BAH, 49,55), der Sprint-Staffel der Britinnen (41,81) und des Dreispringers Christian Taylor (USA/17,78). Das Meeting in London wird am Samstag fortgesetzt.

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