„Higuain, der König der Tore“
Die Anhänger von Juventus haben Neuzugang Gonzalo Higuain einen begeisterten Empfang in Turin bereitet. Hunderte feierten den Torjäger auf dem Flughafen mit Sprechchören - die Fans von Juventus haben große Hoffnungen in den Rekordtransfer. Mit dem um 90 Millionen Euro vom SSC Napoli geholten Stürmer soll wieder der Titel in der Königsklasse her. Zuletzt standen die Turiner 1996 ganz oben.
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Higuain selbst gab sich nach seiner Ankunft in Turin bescheiden. „Ich bin sehr glücklich, ich will trainieren und mich gut vorbereiten“, so der Argentinier. Die Erwartungen in den neuen Juve-Star sind riesig. Immerhin erzielte der Torschützenkönig vergangene Saison 36 Ligatore in 35 Spielen und knackte damit sogar den Uraltrekord des Schweden Gunnar Nordahl von 35 Treffern aus dem Jahr 1950.
„Higuain, der König der Tore. Juves Superangriff“, schwärmte die „Gazzetta dello Sport“. Für den Vizeweltmeister zahlen die „Bianconeri“ die festgeschriebene Ablösesumme von 90 Millionen Euro in zwei Raten. Damit wird Higuain zum bisher teuersten Serie-A-Transfer. Weltweit kosteten nur die Real-Profis Cristiano Ronaldo und Gareth Bale mehr. Pro Saison soll Higuain 7,5 Millionen Euro verdienen, er unterschrieb einen Fünfjahresvertrag.
Pogba-Abgang steht unmittelbar bevor
Mit dem Stürmerstar will Juve einen neuen Angriff auf den Titel in Europas Königsklasse starten. „Dieses Mal wollen wir die Champions League gewinnen“, versprach Trainer Massimiliano Allegri. Dem soll auch der Abschied von Paul Pogba nicht entgegenstehen, der französische Nationalspieler wird sich im Sommer verabschieden und dem Vernehmen nach noch mehr Geld in die Juve-Kassa spülen, als für Higuain ausgegeben wurde. So soll unter anderem auch Real Madrid seine Fühler ausgestreckt haben. Manchester United soll bereit sein, 120 Millionen Euro für seine Dienste zu bezahlen.
Der sechste Meistertitel in Serie scheint Juve ohnehin kaum zu nehmen sein, nachdem es mit den Transfers von Higuain und Miralem Pjanic von der AS Roma die Konkurrenz schwächen konnte. „Juve macht es wie Bayern München. Es kauft die stärksten Spieler der Rivalen“, meinte „Tuttosport“. Romas Kapitän Francesco Totti kritisierte den Higuain-Wechsel gar als „Desaster“. Vereinstreue bedeute den Spielern nichts mehr, kritisierte das Römer Urgestein.
Maradona wettert gegen Clubs
Alles andere als glücklich waren dementsprechend auch die Fans vom SSC Napoli. Bereits vor dem sich anbahnenden Wechsel hatten sich einige Anhänger im Stadtzentrum von Neapel versammelt, Bilder des Argentiniers zerrissen und Dressen mit Higuains Nummer neun verbrannt. Auch die Napoli-Legende Diego Maradona, wie Higuain ein Argentinier, hatte sich dazu auf Facebook zu Wort gemeldet: „Niemand denkt an die Fans. Aber man darf dem Spieler nicht die Schuld geben. Die, die Geschäfte machen, sind glücklich mit dem Wechsel.“
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Mi dispiace che Higuain vada da una rivale diretta come la Juventus. Ma non si può neanche dare la colpa solo al giocatore. Perché il giocatore ha le sue responsabilità, ma i più felici sono sempre quelli che fanno gli affari. Nessuno pensa ai tifosi.
Sono stanco di dire che oggi è più importante aver un buon imprenditore che un buon presidente.
Questo non accadeva ai miei tempi.
Peccato che la FIFA continui a dormire.
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Me duele lo de Higuaín, porque va a un rival directo, como la Juventus. Pero tampoco se le puede echar la culpa al jugador. Porque el jugador tiene su responsabilidad, pero los que hacen el negocio son los más felices. Nadie piensa en el hincha.
Estoy cansado de decir que hoy es más importante un buen empresario, que un buen presidente.
Esto en mi tiempo no pasaba.
Lástima que la FIFA siga durmiendo.
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This Higuain affair is hurting me because he is going to a direct rival like Juventus. But we cannot blame the player either. A player has a responsibility to himself and it is those fat cats of business that are grinning the most in this case. Nobody thinks of the fan. I'm tired of saying that today it seems to be more important to be a good businessman than a good president. This did not happen in my time. Too bad that FIFA continues to sleep.
— DiegoMaradonaOficial am 23.07.2016
Napoli-Präsident Aurelio De Laurentiis sparte nach Higuains Wechsel zu Juventus wiederum nicht mit Kritik am Argentinier. „Viele sagen, dass der Vorwurf des Verrats übertrieben sei. Ich denke, das Gegenteil ist wahr“, sagte der 67-Jährige. „Er hatte die Wahl, und seine Entscheidung lässt Undankbarkeit erkennen. Natürlich hatte auch Juventus einen Anteil daran, aber ich hätte mir eine andere Art von Verhalten erhofft.“
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