Flutlicht gibt dreimal Geist auf
Admira Wacker Mödling steht in der dritten Runde der Qualifikation zur Europa League vor dem Aus. Die Südstädter mussten sich am Donnerstag zu Hause Slovan Liberec mit 1:2 (1:1) geschlagen geben und stehen damit vor dem Rückspiel am Mittwoch (18.00 Uhr) mit dem Rücken zur Wand. Gesprächsthema Nummer eins war aber nicht der Ausgang der Partie, sondern das Problem mit dem Flutlicht.
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„Das ist peinlich“, meinte Admira-Sportdirektor Ernst Baumeister im ORF-Interview zu insgesamt drei Stromausfällen. Dabei hatte die Partie für die Admira nach Maß begonnen. Bereits in der siebenten Minute gelang Christoph Knasmüllner die Führung. Liberec schlug aber wenig später spektakulär mit einem Fallrückzieher von Egon Vuch zurück (11.). Nach der ersten längeren Unterbrechung fanden die Tschechen schneller ihren Faden wieder. Vuch fixierte per Abstauber den Auswärtssieg (69.). Admiras Toni Vastic sah kurz vor Schluss nach einer Tätlichkeit auch noch die Rote Karte.
Vuch mit dem K.-o.-Schlag
Egon Vuch versetzte mit seinem zweiten Treffer des Abends der Admira den K.-o.-Schlag, indem er seinen eigenen Kopfballabpraller von der Torstange verwertete.
Mehrmals gingen in der zweiten Hälfte in der BSFZ-Arena in Maria Enzersdorf die Lichter aus. Nach dem ersten Stromausfall in der 57. Minute dauerte es 32 Minuten, bis die Flutlichter wieder erstrahlten. Danach gab die Anlage in der 75. Minute den Geist auf. Diesmal dauerte es nur acht Minuten, bis man wieder etwas sehen konnte. Da hatten viele Zuschauer die Arena bereits frustriert verlassen. Um dem Spiel die Krone aufzusetzen, fiel das Flutlicht auch in der 90. Minute noch einmal aus.
Admira verzeichnet Blitzstart
Bei den Gästen aus Tschechien saß der prominenteste Neuzugang Milan Baros, EM-Torschützenkönig von 2004, zu Spielbeginn nur auf der Bank. Er wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Bei der Admira gab Manuel Kuttin im Tor nach dem Abgang von Jörg Siebenhandl zu den Würzburger Kickers sein Europacup-Debüt.
Knasmüller sorgt für Traumstart
Christoph Knasmüllner traf sehenswert zur frühen Führung für die Admira: Er ließ seinen Gegenspieler mit einem schnellen Haken aussteigen und dem Liberec-Tormann keine Chance.
Für Slovan war es das erste Pflichtspiel der Saison, dennoch spielten die Tschechen von Beginn an engagiert nach vorne. Das frühe Tor gelang aber den Gastgebern. In der siebenten Minute bediente Solospitze Dominik Starkl Knasmüllner in halblinker Position im Strafraum, der spielte sich mit einem schönen Haken frei und schob zur Führung für die Admira in die lange Ecke ein.
Postwendender Ausgleich
Die Führung hielt aber nur kurz. In der elften Minute gelang den Gästen mit einem sehenswerten Treffer der Ausgleich. Nach einem Abwehrversuch kam der Ball hoch in den Strafraum, Vuch deckte den Ball ab und vollendete mit dem Rücken zum Tor per sehenswertem Fallrückzieher. Kuttin war ohne Chance.
Traumtor zum Ausgleich
Ein Fallrückzieher sorgte für den Ausgleich: Vuch setzte seinen Körper gekonnt ein und traf akrobatisch zum 1:1.
Die Tschechen waren weiterhin das aktivere Team und hatten auch die beste Chance auf die Führung. In der 24. Minute köpfelte Slovan-Kapitän Lukas Pokorny nach einem Freistoß an die Stange. Vladimir Coufal verfehlte den Abpraller nur um Zentimeter und vergab damit noch eine Großchance. Die Admira verlegte sich auch nach dem Ausgleich aufs Kontern und kam vor der Pause nur mehr mit einzelnen Vorstößen in die Nähe des Strafraums von Liberec.
Schiedsrichter muss getauscht werden
In der Pause war das Spiel für Schiedsrichter Halis Özkahya wegen Wadenproblemen bereits beendet, er wurde durch seinen türkischen Landsmann Ali Palabiyik ersetzt. Der erste Aufreger der zweiten Halbzeit passierte außerhalb des Spielfeldes, das Flutlicht in der BSFZ-Arena fiel in der 56. Minute aus. Nach etwas mehr als einer halben Stunde Dunkelheit war das technische Problem scheinbar behoben und das Spiel wurde fortgesetzt.
Die Admira verkraftete den Zwischenfall zunächst etwas besser und kam durch Schüsse von Knasmüllner und Starkl zu Chancen. Mit dem ersten gelungenen Angriff der zweiten Halbzeit gelang Liberec aber die Führung. Nach einer Flanke von Coufal sprang der Ball in der 69. Minute von der Schulter Vuchs zunächst an die Stange, den Abpraller verwandelte Vuch zum 2:1 für die Gäste.
Die Tschechen ließen sich auch von zwei weiteren Ausfällen des Flutlichts den Sieg nicht mehr nehmen. In der 75. Minute fiel die Beleuchtung noch einmal für acht Minuten aus, kurz vor dem Schluss gab es noch einmal einen fünfminütigen Lichtausfall. Während diesem Zwischenfall fuhr der eingewechselte Vastic einem Gegenspieler mit der Hand ins Gesicht und musste für diese Tätlichkeit vorzeitig in die Kabine.
EL-Qualifikation, dritte Runde, Hinspiel
Donnerstag:
Admira Wacker Mödling - Slovan Liberec 1:2 (1:1)
Maria EWnzersdorf, BSFZ-Arena, 2.245 Zuschauer, SR Özkahya (TUR) - wegen Verletzung in der 46. Minute durch Palabiyik (TUR) ersetzt
Torfolge:
1:0 Knasmüllner (7.
1:1 Vuch (11.)
1:2 Vuch (69.)
Admira: Kuttin - Zwierschitz, Strauss, Wostry, Ebner - Lackner, Toth (58./Vastic) - Sax, Knasmüllner, Bajrami (58./Spiridonovic) - Starkl
Liberec: Dubravka - Coufal, Hovorka, Pokorny, Sykora - Bartl (79./Nitriansky), Breite - Sevcik, Folprecht, Vuch (87./Navratil) - Komlitschenko (60./Baros)
Gelbe Karten: Toth, Vastic, Strauss bzw. Breite
Rote Karte: Vastic (90./Tätlichkeit)
Die Besten: Knasmüllner, Wostry bzw. Vuch, Folprecht, Coufal
Rückspiel am 3. August
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