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Finsterer Abend in der Südstadt

Nach dem 1:2 von Admira Wacker Mödling am Donnerstag in der Europa-League-Qualifikation gegen Slovan Liberec war die Heimniederlage nur ein Randthema. Beherrscht wurden die Diskussionen auch am Tag danach vom Ausfall des Flutlichts in der BSFZ-Arena. Während der Club den Fans Gratistickets als Wiedergutmachung offeriert, hofft Trainer Oliver Lederer im Rückspiel auf eine „Sensation“.

Auch Lederer war nach der Partie sichtlich genervt, musste das Hinspiel der dritten Qualirunde in der zweiten Hälfte doch gleich dreimal wegen des Ausfalls der Flutlichtanlage in der Südstadt für insgesamt rund 45 Minuten unterbrochen werden. Für sein Team, das nach der Pause klar besser gestartet war, war das alles andere als hilfreich. Am Ende gab es im siebenten Pflichtspiel die erste Saisonniederlage.

Chaos beim Europa-League-Spiel

Nach dem skurrilen Europacup-Duell zwischen der Admira und Liberec hat die UEFA noch nicht über eine mögliche Strafe entschieden. In der Südstadt hat gleich dreimal das Flutlicht gestreikt.

Panne spielt Gästen in die Hände

„Wir sind nach der Pause gut ins Spiel gekommen, waren mutiger. Es ist nach dem ersten Ausfall klar schwieriger geworden“, sagte Lederer, dessen Team mutiger in die zweite Hälfte gestartet war. Liberec-Trainer Jindrich Trpisovsky sah es ähnlich. „Das war ein kleiner Vorteil für uns, denn da konnte ich die Mannschaft auf die veränderte Situation hinweisen“, so der Tscheche.

Flutlichtpanne bei Match

GEPA/Christopher Kelemen

In der Südstadt gingen am Donnerstag die Lichter aus

Sein Team hatte nach guten Anfangsminuten der Gastgeber, in denen Christoph Knasmüllner auch die Admira-Führung erzielte (7.), die erste Hälfte dominiert - spätestens nach dem schnellen Ausgleich durch Egon Vuch (11.). „Liberec ist ein starker Gegner mit Qualität. Sie waren vor allem in der Zweikampfführung klar besser. Daraus können wir nur lernen“, sagte Lederer: „Wir haben uns mit dem 1:1 in die Pause gerettet.“

Werbung für den Fußball sieht anders aus

Danach gingen ausgerechnet bei der Rückkehr ins eigene Stadion, das aufgrund der Installation der neuen Rasenheizung bisher nicht zur Verfügung stand, gleich mehrmals die Lichter aus. „Wir haben uns so gefreut auf diese Partie. Wir wollten Werbung für den österreichischen Fußball machen. Das ist nicht gelungen“, sagte Lederer zur Geisterstunde. Viele Zuschauer hatten schon vor Spielende das Stadion verlassen. Denn das Match hatte erst um 21.05 begonnen und endete schließlich kurz vor Mitternacht.

Der Club konnte auch am Tag danach keinen genauen Grund für die Panne nennen. „Zur Stunde laufen Tests und Wartungen, die Ergebnisse werden anschließend bekanntgegeben“, hieß es in einer Pressemitteilung. Der Club entschuldigte sich für die Geschehnisse und bot als Wiedergutmachung für alle enttäuschten Stadionbesucher Tickets für die Bundesliga-Heimspiele gegen Altach (6. August) oder Ried (20. August) an.

Hoffen auf das Rückspiel

Vor dem Rückspiel am Mittwoch in Liberec wollte Lederer dem Traum vom Quali-Play-off freilich noch nicht aufgeben: „Vielleicht können wir in Liberec für ein kleines Wunder sorgen. Wir müssen auswärts Tore schießen, was sehr schwierig werden wird.“ Auch Trpisovsky gab sich zurückhaltend: „Die Ausgangslage ist nun etwas vorteilhafter für uns. Aber die Admira hat gezeigt, dass sie stark spielen kann und Auswärtsspiele gewinnen kann.“

EL-Qualifikation, dritte Runde, Hinspiel

Donnerstag:

Admira Wacker Mödling - Slovan Liberec 1:2 (1:1)

Maria EWnzersdorf, BSFZ-Arena, 2.245 Zuschauer, SR Özkahya (TUR) - wegen Verletzung in der 46. Minute durch Palabiyik (TUR) ersetzt

Torfolge:
1:0 Knasmüllner (7.
1:1 Vuch (11.)
1:2 Vuch (69.)

Admira: Kuttin - Zwierschitz, Strauss, Wostry, Ebner - Lackner, Toth (58./Vastic) - Sax, Knasmüllner, Bajrami (58./Spiridonovic) - Starkl

Liberec: Dubravka - Coufal, Hovorka, Pokorny, Sykora - Bartl (79./Nitriansky), Breite - Sevcik, Folprecht, Vuch (87./Navratil) - Komlitschenko (60./Baros)

Gelbe Karten: Toth, Vastic, Strauss bzw. Breite

Rote Karte: Vastic (90./Tätlichkeit)

Die Besten: Knasmüllner, Wostry bzw. Vuch, Folprecht, Coufal

Rückspiel am 3. August

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