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Heimspiel gegen Aufsteiger St. Pölten

Die Cashpoint-Arena von Altach erlebt am Samstagabend gleich zwei Premieren. Erstmals kommt es im österreichischen Fußballoberhaus zu einem Duell zwischen dem SCR und dem SKN St. Pölten, und erstmals treten die Altacher als Bundesliga-Tabellenführer vor eigenem Publikum an.

Zur Feier des Tages fehlen den zum Auftakt dreimal siegreichen Vorarlbergern nur noch drei Punkte gegen St. Pölten - die Trainer Damir Canadi unbedingt einfahren will. „Ich hoffe, dass die Mannschaft selbstbewusst auftritt, aber dabei nicht den schmalen Grat zur Überheblichkeit überschreitet“, erklärte der Wiener vor dem Spiel der vierten Runde.

„Ein schönes Gefühl“

Das aktuelle Ranking, das Altach je drei Punkte vor Rapid, Sturm Graz und der Austria ausweist, ist für Canadi nicht viel mehr als eine Randerscheinung. „Wichtiger ist es, wieder zu einer Heimmacht zu werden“, sagte der Coach. Auch für Benedikt Zech spielt die Tabellenführung nur eine untergeordnete Rolle. „Das hat keine Auswirkungen auf die Arbeit auf dem Platz. Aber es ist ein schönes Gefühl, das wir auch gerne nach dem Match gegen St. Pölten hätten“, so der Abwehrspieler.

Dazu benötigen die Altacher gegen die Niederösterreicher zumindest einen Punkt, was laut Canadi allerdings kein leichtes Unterfangen werden dürfte. „Wir haben sehr großen Respekt vor ihnen, das ist eine spannende Mannschaft. Sie haben in den drei ersten Spielen eine hervorragende Performance abgeliefert“, sagte Canadi über den bei drei Zählern haltenden Aufsteiger.

Tipico-Bundesliga, vierte Runde

Samstag, Beginn 18.30 Uhr:

Altach - St. Pölten

Altach, Cashpoint-Arena, SR Drachta

Mögliche Aufstellungen:

Altach: Lukse - Lienhart, Jäger, Netzer, Zech, Galvao - Luxbacher, Prokopic, Ngwat-Mahop - Oberlin, Dovedan

St. Pölten: Riegler - Dober, Huber, Petrovic, Grasegger - Stec, Brandl, Mader, Schütz - Thürauer - Luckassen

St. Pöltens Betreuer Karl Daxbacher freute sich zwar über das Lob, wies aber auch auf gewisse Anpassungsschwierigkeiten seiner Truppe in der Bundesliga hin. „Der Niveauunterschied zwischen höchster und zweithöchster Liga ist schon deutlich zu merken. Kämpferisch können wir gut mithalten, aber die spielerische Komponente konnten wir nicht so zur Geltung bringen.“

Gastgeber in Favoritenrolle

Dennoch rechnet sich der 63-Jährige in Altach einiges aus, zumal seiner Mannschaft die Fünferkette der Vorarlberger entgegenkommen könnte. „Die funktioniert gegen die großen Clubs gut, aber dadurch kommt Altach auch zu weniger Möglichkeiten. Vielleicht ist die Fünferkette gegen weniger starke Teams nicht so wirksam, das könnte unsere Chance sein“, spekulierte der frühere Austria-Trainer.

Das ändere jedoch nichts an der Tatsache, dass die Favoritenrolle klar bei den Altachern liege. „Aber das wird sie eher beflügeln als unter Druck setzen“, sagte Daxbacher und gab zu: „Es hätte wahrscheinlich nach drei Runden niemand damit gerechnet, dass die Altacher Tabellenführer sind. Doch sie haben bei ihren Verstärkungen ein gutes Händchen bewiesen.“

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