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Rossi sprengt favorisiertes Ducati-Duo

Andrea Iannone hat in 1:23,142 Minuten die MotoGP-Poleposition für den Grand Prix von Österreich geholt. Der Ducati-Pilot setzte sich trotz einer Rippenverletzung vor dem überraschend starken Valentino Rossi (Yamaha) und seinem Teamkollegen Andrea Divizioso durch, damit stehen am Sonntag (14.00 Uhr) auf dem Red Bull Ring in Spielberg drei Italiener in Reihe eins.

Platz zwei für Rossi kam etwas überraschend, allgemein hatte man beide Ducatis ganz vorne erwartet. Weltmeister Jorge Lorenzo (Yamaha) wurde Vierter. Der am Vormittag im dritten Freien Training heftig gestürzte WM-Leader Marc Marquez (Honda) eroberte trotz seiner Schulterschmerzen Platz fünf vor Maverick Vinales (Suzuki), womit aus Reihe zwei drei Spanier starten.

Andrea Iannone

APA/Erwin Scheriau

Iannone geht in Spielberg vom ersten Startplatz aus ins Rennen

Schrecksekunde im Freien Training

Marquez hatte im Freien Training für eine Schrecksekunde gesorgt, als er in Kurve drei beim Anbremsen fast mit seinem Honda-Kollegen Daniel Pedrosa kollidiert und danach heftig auf die linke Schulter gestürzt war. Marquez wurde zunächst in der Streckenklinik untersucht und behandelt und danach für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus geflogen.

Danach gab er aber selbst Entwarnung. „Es war nur der Schreck“, schrieb er bei Twitter. „Alles o.k.“ Er habe schon wieder Lust, aufs Motorrad zu steigen. Damit stand seiner Teilnahme am Qualifying auch nichts mehr im Weg.

Unfälle auch schon am Freitag

Schon die ersten beiden Trainings am Freitag waren auf dem neu asphaltierten Red Bull Ring von mehrere Stürzen geprägt gewesen. Stefan Bradl, Pedrosa und Eugene Laverty erwischte es im FP1, Aleix Espargaro im FP2. Alle drei Piloten blieben unverletzt.

Motorrad von Dani Pedrosa

GEPA/Matic Klansek

Am Freitag war Marquez’ Teamkollege Pedrosa von der Strecke abgekommen

Wegen Pedrosas Crash musste aber für zehn Minuten unterbrochen werden. Die Honda des Spaniers war nämlich nach einem Highspeed-Sturz vor Kurve neun auf dem Reifenstapel gelandet. Bald darauf kam die rote Flagge heraus, weil der dabei beschädigte Airfence ausgetauscht werden musste.

Als erster Pilot war Bradl mit seiner Aprilia gleich in der Aufwärmrunde ebenfalls in einem Hochgeschwindigkeitsteil (Schönberg) zwischen den Kurven drei und vier gestürzt. Ducati-Fahrer Laverty landete nach Kurve acht im Kiesbett.

Sicherheitsdebatte vor MotoGP-Rückkehr

Die Rückkehr der MotoGP nach Österreich war nach dem tödlich verlaufenen Sturz des Spaniers Luis Salom im Juni in Barcelona von einer Sicherheitsdebatte beherrscht worden. Wegen Bedenken der Fahrer wurde auf dem Ring die Zielkurve durch aufgemalte Kerbs schmäler und langsamer gemacht, man erhoffte sich dadurch mehr Sicherheit für gestürzte Fahrer.

GP von Österreich in Spielberg

MotoGP, Qualifying
1. Andrea Iannone ITA Ducati 1:23,142
2. Valentino Rossi ITA Yamaha + 0,147
3. Andrea Dovizioso ITA Ducati 0,156
4. Jorge Lorenzo ESP Yamaha 0,219
5. Marc Marquez ESP Honda 0,333
6. Maverick Vinales ESP Suzuki 0,442
7. Cal Crutchlow GBR Honda 0,455
8. Scott Redding GBR Ducati 0,635
9. Aleix Espargaro ESP Suzuki 0,671
10. Hector Barbera ESP Ducati 0,680

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