Themenüberblick

Einzug ins Cincinnati-Achtelfinale

Dominic Thiem ist am Mittwoch in die dritte Runde des Masters-1000-Turniers in Cincinnati eingezogen. Der 22-jährige Niederösterreicher besiegte den australischen Qualifikanten John Millman nach 80 Minuten mit 7:5 6:1 und steht damit erstmals bei diesem Event im Achtelfinale. In diesem trifft der als Nummer acht gesetzte Thiem nun auf den als Nummer neun gesetzten Franzosen Gael Monfils.

Nach der Zwangspause aufgrund einer Schleimbeutelentzündung an der linken Hüfte hatte Thiem zu Beginn noch ein wenig Probleme. Nach der Abwehr von zwei Breakbällen bei seinem ersten Service gelang dem Weltranglistenneunten das erste Break zum 2:1. Thiem musste aber postwendend ebenfalls seinen Aufschlag abgeben. Nach zwei vergebenen Chancen bei 4:4 schaffte Österreichs Nummer eins aber mit dem Break zum 6:5 die Vorentscheidung im ersten Satz.

Dominic Thiem

APA/AP/John Minchillo

Dominic Thiem zeigte bei seinem Comeback eine sehr solide Leistung

Danach hatte Thiem die drei Wochen ohne Matchpraxis endgültig abgeschüttelt. Der 22-jährige nahm der Nummer 91 der Welt gleich viermal den Aufschlag ab. Ein kleiner Schönheitsfehler war der Serviceverlust zum zwischenzeitlichen 3:1. Ansonsten war der Österreicher ungefährdet und verwandelte den ersten Matchball. „Der war echt gut, das war qualitativ gutes Tennis“, war Thiem vor allem mit dem zweiten Satz zufrieden.

„Das war alles andere als leicht“

Insgesamt war der Österreicher sehr glücklich über seinen Erfolg. „Das war mein erster Sieg hier in Cincinnati. Es ist schwierig, hier zu spielen“, erklärte Thiem nach seinem Comeback. Die Bedingungen in Ohio seien besonders schnell, zudem sei sein Gegner durch die Qualifikation darauf schon gut eingestellt gewesen. „Das war alles andere als leicht“, gestand Thiem.

Die Erleichterung war ihm aber anzumerken, dass er nach der Pause bei seiner US-Open-Generalprobe einmal gut begonnen hat. „Das Wichtigste für mich ist, dass ich körperlich wieder gut dastehe, dass ich im Kopf wieder frisch bin, dass ich wieder voll da bin. Das Ergebnis ist da hintergründig gewesen.“ Er fühlt sich hundertprozentig fit, dem Schützling von Günter Bresnik fehlt lediglich Training. „Ich habe doch einen Monat nicht hundertprozentig trainieren können, aber mir tut nichts weh.“

Vorfreude auf Monfils-Match

Thiem freut sich nun auf das Duell mit „einem der größten Entertainer im Tennis“. Monfils, der sich gegen Marcos Baghdatis (CYP) mit 7:5 6:0 durchsetzte, hat nach seinem Erstrunden-Aus in Wimbledon doch noch einen tollen Sommer. Er gewann das Turnier in Washington, scheiterte beim Masters-1000-Turnier in Toronto erst im Halbfinale an Novak Djokovic und erreichte bei den Olympischen Spielen in Rio immerhin das Viertelfinale (Aus gegen Bronzegewinner Kei Nishikori).

„Er hat extrem viel gespielt in den letzten Wochen, hoffentlich ist er ein bisserl müde. Aber er hat auch sehr gut gespielt und hat Riesenselbstvertrauen. Er ist für mich und für jeden, der sich mit Tennis auskennt, ein klarer Top-Ten-Spieler“, sagte Thiem über seinen nächsten Gegner. Der Niederösterreicher sah sich als Außenseiter: „Das wäre vielleicht vor ein paar Monaten anders gewesen, aber jetzt fehlt mir noch ein bisserl was.“

Link: