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„Wir arbeiten gut“

Puntigamer Sturm Graz hat in dieser Saison offenbar die 3:1-Siege abonniert. Nach den Heimerfolgen gegen Meister Salzburg und die Austria siegten die Grazer am Samstag in der tipico-Bundesliga in St. Pölten mit dem gleichen Ergebnis.

Die neu formierte Foda-Elf, die in der Vorsaison mit nur 40 erzielten Toren in der Offensive recht zurückhaltend war, hat nach fünf Runden bereits elf Tore auf dem Konto - und steht damit sogar an der Tabellenspitze.

St. Pölten - Sturm Graz 1:3 (0:2)

NV Arena, 4.200 Zuschauer, SR Weinberger; Torfolge: 0:1 Edomwonyi (21.), 0:2 Spendlhofer (44./Freistoß), 1:2 Segovia (56.), 1:3 Matic (85.)

„Jeder gliedert sich ein. Wir sind eine sehr homogene Truppe. Wir arbeiten gut und deshalb funktioniert es so gut“, so Sturm-Mittelfeldspieler Stefan Hierländer, der das Erfolgsrezept auf „Sky“ erklärte. Der 25-Jährige lieferte als Ersatz für Deni Alar eine ansprechende Leistung auf der Zehn ab. Der dreifache Saisontorschütze Alar war aufgrund eines Zeckenbisses ausgefallen.

Mit Umschaltspiel zum Erfolg

Die Rädchen im Spiel der neu formierten Mannschaft greifen früh in der Saison ineinander. Vor allem gegen offensiv eingestellte Gegner klappt die Umschalttaktik von Trainer Franco Foda nach Wunsch: Sturm lässt den Gegner gewähren, um bei Ballgewinn eiskalt zuzuschlagen. „Wir wollten bewusst nicht so viel Ballbesitz, wir wollten im Umschaltspiel zum Erfolg kommen“, sagte Foda bereits nach dem Austria-Spiel. Bei jedem der 3:1-Siege hatten die Grazer nur etwa 40 Prozent Spielanteile.

Trainer Franco Foda (Sturm)

APA/Hans Punz

Trainer Foda gibt erfolgreich die Richtung vor

Auch gegen St. Pölten klappte das anfangs hervorragend. „Wir haben versucht, mit spielerischen Mitteln mitzuhalten. Sturm hat uns spielen lassen und hat uns ausgekontert“, sagte SKN-Trainer Karl Daxbacher nach dem Spiel. Der Trainerroutinier stellte seine Taktik in der Halbzeitpause völlig um, das brachte neuen Schwung: „Wir haben versucht, nur mehr mit langen Bällen zu arbeiten. Das hat viel besser funktioniert“, so Daxbacher.

St. Pölten nahe am Ausgleich

SKN-Verteidiger Andreas Dober formulierte es gewohnt unverblümt: „Mir kommt es vor, als wenn wir uns in der ersten Hälfte immer anscheißen würden. Ich weiß auch nicht wieso, wir sehen ja, dass wir mithalten können.“ Er meinte damit die Phase nach dem 1:2 durch Daniel Segovia (56.). Mit der „zweiten Luft“ (Foda) schnupperten die Hausherren am Ausgleich. Auch, weil die Gäste in der zweiten Hälfte zurückfielen und der ansonsten gut sortierten Hintermannschaft einige Stellungsfehler passierten.

Lukas Spendlhofer - zuvor mit einem sehenswerten Freistoß zum 2:0 erfolgreich - servierte den Niederösterreichern schließlich mit einem Hands-Blackout im Strafraum den vierten Saisonpunkt. Doch Segovia griff nicht zu. Sturm-Goalie Christian Gratzei parierte den Elfmeter (84.). Kurz danach stand es nach Uros Matics schöner Einzelleistung 3:1 statt 2:2. „Manchmal entscheidet sich das Spiel eben in wenigen Minuten“, sagte Sturm-Kapitän Christian Schulz.

Angeführt von den Neuzugängen Matic und Alar präsentiert sich Sturm treffsicherer als in der Vergangenheit. Mit Ausnahme des 2:0-Erfolges in Mattersburg kassierten die Steirer aber in jedem Spiel auch ein Gegentor. Normalerweise nicht zufriedenstellend für Defensivapostel Foda. Darauf angesprochen sagte der ehemalige Verteidiger: „Das ist mir eigentlich egal. Wenn wir mehr Tore erzielen, ist das nicht so tragisch.“ 3:1 als Grazer Standardergebnis - auch Foda scheint nichts dagegen zu haben.

Tipico-Bundesliga, fünfte Runde

Samstag:

St. Pölten - Sturm Graz 1:3 (0:2)

NV Arena, 4.200 Zuschauer, SR Weinberger

Torfolge:
0:1 Edomwonyi (21.)
0:2 Spendlhofer (44./Freistoß)
1:2 Segovia (56.)
1:3 Matic (85.)

St. Pölten: Riegler - Dober, Huber, Petrovic, Pirvulescu - Mader (46./Segovia), Perchtold - Stec (69./Lumu), Thürauer, Schütz - Luckassen

Sturm: Gratzei - F. Koch, Spendlhofer, Schulz, Lykogiannis (88./Potzmann) - Jeggo - Huspek (78./Schoissengeyr), Matic, Hierländer (67./Stankovic), Horvath - Edomwonyi

Gelbe Karte: Luckassen bzw. Lykogiannis, Spendlhofer

Die Besten: Schütz, Luckassen bzw. Matic, Edomwonyi

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