ÖEHV-Team verpatzt Generalprobe
Am Donnerstag wird es für das österreichische Eishockey-Nationalteam in Sachen Olympiaqualifikation ernst. Schon im Spiel gegen Gastgeber Lettland fällt eine Vorentscheidung, ob die ÖEHV-Auswahl in zwei Jahren bei den Winterspielen von Pyeongchang mit von der Partie ist. Nur der Gruppensieg bringt das Südkorea-Ticket. Dazu muss vor allem eine Schwäche abgelegt werden: die mangelnde Torausbeute.
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Die Chancenverwertung muss mittlerweile schon als traditionelles Leiden der Österreicher bezeichnet werden. Schon bei der WM der Division IA im April in Katowice kostete die Abschlussschwäche den Aufstieg. In den entscheidenden Matches gegen Polen und Slowenien traf man nicht ins Tor. Auch die letzten drei Testspiele gaben keinen Anlass zu Optimismus. Drei Spiele, drei Niederlagen und 3:15 Tore stehen gegen eine slowakische B-Auswahl und zweimal gegen Norwegen zu Buche
Eishockeyteam ohne Erfolg zu Olympiaquali
Das österreichische Eishockey-Nationalteam ist ohne Erfolgserlebnis im Gepäck zum Olympia-Qualifikationsturnier nach Riga aufgebrochen. Trotz der verpatzten Generalprobe in Norwegen ist die Stimmung positiv.
Formkurve zeigt leicht nach oben
Beim 2:6 am Sonntag in Oslo war allerdings eine klare Leistungssteigerung zu erkennen, die Norweger fixierten erst mit drei Treffern in der Schlussphase den klaren Sieg. „Es gab viele positive Dinge, die wir aber bis Donnerstag noch weiter steigern müssen“, resümierte Teamchef Alpo Suhonen nach der Generalprobe.

GEPA/Walter Luger
Auch Grabners Pässe kamen u. a. gegen die Slowakei nicht immer an
Wie der Teamchef blieb auch der Kapitän zuversichtlich. „Man hat bei uns eine deutliche Verbesserung gesehen“, sagte Thomas Raffl nach der Sonntag-Partie. „Wir haben noch einige Trainingseinheiten in Riga vor uns, da werden wir uns noch einmal als Team zusammenspielen. Ich bin mir sicher, dass im ersten Spiel gegen Lettland von allen noch einmal eine Steigerung kommt.“
Allerdings bereitete der fehlende „Killerinstinkt“ Teamchef Suhonen vor seinem Pflichtspieldebüt Sorgenfalten. „Wir haben uns schon in der Vergangenheit beim Toreschießen schwergetan. Jetzt wollen wir ein System bauen, dass wir mit fünf Spielern kompakt attackieren, nicht nur mit einem oder zwei“, sagte der 68-jährige Finne, der nach dem Abschied von Daniel Ratushny zusätzlich zum Amt des Sportdirektors auch als Trainer agiert.
Barcelona als Vorbild
Für den Finnen ist das Zusammenspiel der Linien der Schlüssel zum Erfolg. Und die Pässe sollen deutlich schneller und präziser erfolgen, als das viele Spieler von der heimischen Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) gewohnt sind. Als Vorbild nimmt Suhonen die Fußballer des FC Barcelona her. Der Teamchef will nach Möglichkeit ein „Tiqui-taca“ auf dem Eis sehen. „Eishockey ist so schnell, du musst schnell passen. Wie Barcelona. Ich hoffe, dass wir diese Richtung finden. Mit einzelnen Aktionen ist es sehr schwierig, wir brauchen viele schnelle Pässe“, sagte Suhonen.
Dass die Mannschaft aber nach der kurzen Vorbereitungszeit noch einen weiten Weg bis zur Idealvorstellung hat, ist nicht nur Suhonen, sondern auch seinen Spielern klar. „Wir wollen am 1. September gut eingespielt sein“, sagte Michael Grabner, der in der kommenden Saison bei den New York Rangers in der NHL unter Vertrag steht. Findet das Team die Harmonie, dann sei alles möglich, so Grabner: „Die Mannschaft, die sich am schnellsten einstellen und harmonieren kann, wird das Turnier gewinnen.“
Auch Raphael Herburger ist mit Suhonen und Grabner auf einer Linie. „Das Wichtigste ist, dass wir zusammenspielen. Vorbereitungsspiele sind dafür da, dass man die Linien findet“, meinte der Salzburg-Stürmer: „Wir müssen mehr zum Tor, das muss in den nächsten Spielen das Ziel sein. Das Wichtigste ist, dem Torhüter die Sicht zu nehmen, weil jeder Goalie so gut ist, dass er die normalen Schüsse hält.“
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