Themenüberblick

„Es fehlt noch ein bisschen“

Nach dem hart erkämpften Fünfsatzsieg zum Auftakt gegen den Australier John Millman geht es für Dominic Thiem bei den US Open am Donnerstag im Match gegen den Litauer Ricardas Berankis um den Aufstieg in die dritte Runde. Thiem sucht beim letzten Major des Jahres noch ein wenig nach seiner Form des ersten Halbjahres.

„Es fehlt noch ein bisschen die Selbstverständlichkeit in meinem Spiel“, sagte der Niederösterreicher. Zwar fühle er sich von den Schlägen her wohl, nicht aber vom Punkteaufbau. „Das ist alles noch nicht zu hundert Prozent wieder da.“

Vor zwei Jahren schied Thiem in New York erst im Achtelfinale aus, im Vorjahr in Runde drei. Er könnte nun also zum dritten Mal en suite die Runde der letzten 32 erreichen. Im Duell mit der aktuellen Nummer 89 im ATP-Ranking ist der Weltranglistenzehnte Favorit.

Viele Rallys von der Grundlinie zu erwarten

Aber Thiem ist gewarnt. „Die nächste Partie wird auch wieder schwer. Es wird sicher wieder viele Rallys von der Grundlinie geben.“ Berankis sei ein guter Grundlinienspieler und verfüge über eine sehr gute Rückhand. Auch wenn der French-Open-Halbfinalist auf dem Platz noch keine Erfahrungen mit Berankis gemacht hat, so kennt er den 26-Jährigen von diversen Beobachtungen.

„Es gibt keinen einzigen leichten Spieler in der ‚draw‘, das hat man auch an den Ergebnissen gesehen. Goffin hat verloren, Tomic hat verloren, und auch Querrey“, erinnerte Thiem an diverse prominente Ausfälle in Runde eins gegen Außenseiter. Bei den Olympischen Spielen in Rio gab es übrigens in der ersten Runde ein Duell der Thiem-US-Open-Gegner. Millman fertigte Berankis dabei mit 6:0 6:0 ab.

Von Court 13 auf den Grandstand

Nachdem Thiem sein erstes Match auf Court 13 bestritten hatte, der nur knapp 1.100 Zuschauer fasst, spielt er am Donnerstag auf dem drittgrößten Court der US Open. Das Match gegen Berankis findet auf dem neu eröffneten Grandstand statt, der 8.125 Zuschauern Platz bietet. Österreichs Nummer eins ist am Donnerstag noch ein zweites Mal im Einsatz, gemeinsam mit Tristan-Samuel Weissborn steigt er in den Doppel-Bewerb ein. Das tun auch Alexander Peya (mit Lukasz Kubot/POL/12), Oliver Marach (mit Fabrice Martin/FRA/15) und Jürgen Melzer (mit Marcin Matkowski/POL).

Link: