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Kein Handspiel, kein Elfmeter
Im Testspiel in Bari, das Italien unter seinem neuen Trainer Giampiero Ventura gegen den EM-Finalisten mit 1:3 verlor, kam der Videobeweis bei einem umstrittenen Handspiel des französischen Teamspielers Layvin Kurzawa im Strafraum zum Einsatz. Die Italiener protestierten nach einem Kopfball von Daniele de Rossi, dass Kurzawa den Ball mit der Hand gestoppt habe. „Man konnte sehen, dass der Schiedsrichter für ein paar Sekunden das Spiel gestoppt hat“, sagte der Chef des Fußballweltverbandes (FIFA) dem Sender RAI.
Kontrolle außerhalb des Stadions
Während dieser Zeit überprüften laut Infantino zwei außerhalb des Stadions positionierte Schiedsrichter die Situation und entschieden, „dass es kein Elfmeter war. Wir haben Fußballgeschichte gesehen. Wir sind im Jahr 2016, es ist Zeit, das auszuprobieren“, sagte Infantino und äußerte die Hoffnung auf den Einsatz der Technologie auch bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland.

Reuters/Action Images/Peter Cziborra
Infantino war voll des Lobes
In dieser Saison werden Tests mit dem Videobeweis auch in nationalen Ligen wie Österreich, Deutschland, Italien, Portugal und den USA durchgeführt. „Natürlich können wir nicht alle Probleme lösen, aber lasst uns schauen, ob wir den Schiedsrichtern nicht bei Schlüsselsituationen eine Hilfe geben können, ohne das Spiel zu sehr zu unterbrechen“, sagte Infantino. Am Freitag will er sich bei einer Pressekonferenz ausführlicher zu dem Thema äußern.
„Azzurri“ mit 17-jährigem Goalie
In der Partie in Bari kam es zudem zu einer weiteren Premiere: Ventura, der nach Antonio Contes Abgang zu Chelsea zum ersten Mal als Nationalcoach an der Seitenlinie stand, verhalf in Hälfte zwei dem erst 17-jährigen Goalie Gianluigi Donnarumma zu seinem Länderspieldebüt. Der Milan-Torhüter ist damit der jüngste italienische A-Teamspieler seit Rodolfo Gavinelli im Jahr 1911. Die beiden England-Legionäre Anthony Martial (17.) und Olivier Giroud (28.) sowie Lavyin Kurzawa (81.) trafen für den EM-Finalisten. Den zwischenzeitlichen Ausgleich der Italiener markierte Graziano Pelle (21.).

APA/AFP/Alberto Pizzoli
Chiellini (r.) mit Italien gegen Sissoko und die „Bleus“
Gelungenes Debüt für Spaniens Trainer Lopetegui
Spanien ist mit einem 2:0-Sieg in Belgien in die neue Länderspielsaison gestartet. David Silva sorgte mit einem Doppelpack für das gelungene Debüt seines Trainers Julen Lopetegui. Der Baske, der Erfolgstrainer Vicente del Bosque beerbte, musste zwar früh den verletzungsbedingten Ausfall von Alvaro Morata hinnehmen. Ersatzmann Diego Costa gelang aber der Assist zum 1:0. In der 62. Minute sahen der neue spanische Belgien-Trainer Roberto Martinez und sein Kotrainer Thierry Henry, wie Silva sein zweites Tor erzielte.

APA/AP/Geert Vanden Wijngaert
Ein perfekter Einstand gelang Julen Lopetegui mit Spanien gegen Belgien
Nani mit Doppelpack gegen Gibraltar
Auch ohne die Superstars Cristiano Ronaldo und Renato Sanches feierte Europameister Portugal einen lockeren 5:0-Heimerfolg gegen Gibraltar. Nani sorgte mit zwei Toren für den 2:0-Vorsprung, in der letzten Viertelstunde trafen die Portugiesen noch dreimal.
Bei EM-Zuschauer Niederlande ist auch zur neuen Länderspielsaison kein Aufwind ersichtlich. In Eindhoven setzte es für die von Danny Blind betreute „Elftal“ eine 1:2-Niederlage gegen Griechenland. Nach Georginio Wijnaldums frühem Führungstreffer (14.) drehten Konstantinos Mitroglou (29.) und Giannis Gianniotas (74.) die Partie zugunsten der von Michael Skibbe betreuten Griechen.
Fußballtestspiele
Donnerstag:
Italien - Frankreich 1:3 (1:2)
Tore: Pelle (21.) bzw. Martial (17.), Giroud (28.), Kurzawa (81.)
Belgien - Spanien 0:2 (0:1)
Tore: Silva (34., 62./Elfmeter).
Niederlande - Griechenland 1:2 (1:1)
Tore: Wijnaldum (13.) bzw. Mitroglou (29.), Gianniotas (73.)
Portugal - Gibraltar 5:0 (1:0)
Tore: Nani (27., 55.), Cancelo (73.), Silva (76.), Pepe (79.)