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Mit Stuttgart und Nationalteam

Die vergangenen Monate sind für Florian Klein nicht gerade nach Wunsch verlaufen. Zunächst verlor der Oberösterreicher beim VfB Stuttgart seinen Stammplatz, dann folgte der Abstieg aus der deutschen Bundesliga und die enttäuschende EM in Frankreich. Nun will der Rechtsverteidiger sowohl im Nationalteam als auch bei seinem Club neu durchstarten.

Diesbezüglich gibt der Saisonauftakt Grund zur Hoffnung. In den ersten drei Meisterschaftspartien holte Klein mit den Schwaben sechs Punkte, außerdem wurde der Aufstieg in die zweite Cuprunde geschafft. Der Defensivmann spielte in Abwesenheit des verletzten Kevin Großkreutz in allen vier Matches durch. Unter Trainer Jürgen Kramny war Klein im Frühjahr nicht mehr gefragt gewesen, seit dem Amtsantritt von Jos Luhukay im Sommer hat sich die Situation aber verändert.

Florian Klein bei einer Pressekonferenz

GEPA/Christian Ort

Florian Klein zählt im österreichischen Team zu den Fixgrößen

„Er hat mir gesagt, er braucht mich. Es ist gegenseitiges Vertrauen da“, erzählte Klein. „Er hat mir aber auch nicht versprochen, dass ich jedes Spiel spielen werde.“ Beim VfB herrsche derzeit wieder eine Art Aufbruchstimmung, wie etwa die Zuschauerzahl von 60.000 im ersten Heimspiel gegen St. Pauli beweist. „Die Veränderungen in der Mannschaft waren relativ groß, aber es ist ein Stamm da, mit dem man sicher vorne mitspielen und aufsteigen kann. Doch das wird eine harte Arbeit - wir sind noch nicht eingespielt, das sieht man“, erklärte der Verteidiger.

Keine echte Alternative zum VfB

Bis zum Ende der Transferzeit stand ein Vereinswechsel im Raum. „Aber es war nie so, dass ich auf Zwang wegwollte. Ich habe mich in Stuttgart immer sehr wohlgefühlt.“ Gespräche über einen Transfer habe es gegeben, es habe sich jedoch keine echte Alternative aufgetan. Im Gegensatz zur Situation beim Verein musste Klein in der jüngeren Vergangenheit in der ÖFB-Auswahl nicht um den Stammplatz bangen. Ob sich das durch die Einberufung von Valentino Lazaro geändert habe, wollte der 29-Jährige nicht prognostizieren. „Ich bin auch zuletzt nie mit dem Gedanken zum Team gekommen, absoluter Stammspieler zu sein.“

Seinen neuen Konkurrenten Lazaro kennt Klein aus gemeinsamen Zeiten in Salzburg. „Er hat eine Riesenqualität in der Offensive und kann sicher auch rechts hinten spielen.“ Seine eigenen Leistungen bei der EM bezeichnete der Deutschland-Legionär als „nicht überragend, aber solide“. Eine solide Leistung von Klein und seinen Kollegen könnte am Montag zum WM-Qualifikationsauftakt in Tiflis gegen Georgien zu wenig sein. „Wir müssen von Beginn an extrem konzentriert auftreten“, forderte der 40-fache Teamspieler nach den ersten Eindrücken, die Teamchef Marcel Koller der Mannschaft per Videostudium vom Gegner vermittelt hatte.

Die Negativerlebnisse von der Euro will Klein erst gar nicht verdrängen. „Ich bin froh, dass es das Turnier gegeben hat. Wir haben keine gute EM gespielt, aber viele Erfahrungen gesammelt. Jetzt ist es wichtig, wieder in einen Spirit wie bei der letzten Quali zu kommen“, erklärte er und ergänzte: „Der Zusammenhalt in der Mannschaft war in Frankreich gut und ist auch jetzt gut.“

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