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Diskus-Elite hat Nachsehen
„Heute habe ich Geschichte geschrieben und in der Höhle des Löwen gewonnen“, jubelte Weißhaidinger, der vor wenigen Wochen von einer Mittelfußknochenverletzung zurückgeworfen worden war und die EM in Amsterdam auslassen hatte müssen. „Die sechs Wochen, die uns durch die Verletzung genommen wurden, holen wir jetzt so richtig nach“, freute sich ÖLV-Nationaltrainer Gregor Högler. „Luki ist richtig heiß, allen zu zeigen, wie gut er ist.“
Lukas Weisshaidinger wirft seinen Diskus am weitesten auf genau 66m. Zweiter wird Piotr Malachowski! #istaf pic.twitter.com/hiXrwsWtrp
— ISTAF Berlin (@ISTAF_Berlin) 3. September 2016
Ganz ruhig verbeugte sich Weißhaidinger nach seinem sechsten und ungültigen Wurf vor den Tausenden Zuschauern. Sein überraschender Sieg war bereits zuvor festgestanden, es war dem 24-Jährigen überlassen noch ein letztes Mal zu werfen. Dann ballte er doch kurz die Faust - nach Rang zwei beim Diamond-League-Meeting in Lausanne und dem Olympiafinale in Rio de Janeiro gelang ihm das dritte Topergebnis innerhalb von wenigen Wochen.
Mit erstem Versuch zum großen Wurf
Beim stark besetzen Meeting der zweithöchsten Kategorie glückte Weißhaidinger der „Kaltstart“: Gleich beim ersten Versuch schleuderte er den Diskus exakt 66 Meter weit. In der Folge steigerte sich die Konkurrenz zwar, Malachowski (65,39) und Harting (63,23) kamen aber an Weißhaidingers Weite nicht heran.
Der deutsche Olympiasieger Christoph Harting war krankheitsbedingt nicht am Start. „Die letzten Tage waren schwer, ich lag im Bett mit Fieber und Schüttelfrost. Ich bin in Rio krank geworden - das schleppe ich jetzt seit zwei Wochen mit mir rum“, so der 26-Jährige übers Stadionmikrofon. Daniel Jasinski, der Bronzemedaillengewinner von Rio, schied als Neunter bereits nach den ersten drei Würfen aus.