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Blasen und Knieschmerzen

Dominic Thiem hat heuer 69 Matches in 21 Turnieren bestritten und damit so viele wie kein anderer Spieler auf der Tour. Der Teufelskreis einer sehr erfolgreichen Saison hat den Niederösterreicher nun ausgerechnet im Achtelfinale der US Open gegen Juan Martin del Potro eingeholt. Der seit Samstag 23-Jährige musste bei seiner Premiere im Arthur Ashe Stadium wegen einer Knieverletzung aufgeben.

Seit Wimbledon hapert es ein bisschen beim French-Open-Halbfinalisten. Zunächst warf eine Verkühlung den Weltranglistenzehnten zurück, dann eine Entzündung in der Hüfte. In New York musste er nun seinem wohl von einer kräfteraubenden Saison ausgelaugten Körper neuerlich klein beigeben.

Thiem muss bei US Open aufgeben

Die Nummer zehn der Welt zog sich im Spiel gegen den Argentinier Juan Martin del Potro eine Knieverletzung zu und musste im zweiten Satz aufgeben.

„Vor zwei Tagen hat es begonnen“

Nicht sicher war vorerst, ob die Knieschmerzen die Folgeerscheinung einer schon seit einigen Tagen bestehenden Blase am Fuß waren. „Ich dachte, wenn die Blase weg ist, gehen auch die Knieschmerzen weg. Am Abend vor zwei Tagen hat es begonnen. Ich bin irgendwie komisch gelaufen, weil ich nicht den ganzen Druck auf die Zehen ausüben konnte“, sagte Thiem. Er habe gegen Del Potro zu keiner Zeit sein Knie voll durchbeugen können. „Ich war die ganze Zeit ein bisschen gehandicapt.“

Von oben bis unten eingetapt

Die Blasen, über die er doch auch recht häufig klagt, sind eine Folge der besonders auf Hartplatz entstehenden Belastungen. „Da bin ich nicht allein, es wird jeder Spieler von oben bis unten eingetapt vor dem Match. Was da auf Hartplatz für ein Druck auf die Schuhe kommt, ist ein Wahnsinn“, sagte Thiem.

Dominic Thiem (AUT) verlässt den Platz

APA/AFP/Eduardo Munoz Alvarez

Die US Open 2016 sind für Thiem vorbei

Und mit den Schuhen sei es trotz gleicher Modelle nicht immer einfach, weil die einzelnen Exemplare doch immer etwas voneinander abweichen würden. „Das ist ein bisserl mühsam, muss man sagen.“ Allerdings konnte er noch nicht sicher sagen, ob das angeschlagene Knie wirklich von den Ausgleichsbewegungen zur Schmerzvermeidung herrührt.

„Drei sehr gute Kampfsiege“

Eine Bilanz seines zwölften Grand-Slam-Turniers war schnell gezogen. „Es waren drei gute Matches, richtig geglänzt habe ich nicht. Es waren drei sehr gute Kampfsiege, aber es war ein bisserl sehr rausgewürgt“, so Thiem. „Dann habe ich die ganze Zeit ein paar kleine Probleme gehabt mit der Blase. Es klingt klein, aber es ist jeden Tag eine Quälerei, mit Schmerzen zu spielen, überhaupt mit solchen.“

Und dann habe eben das Knie begonnen, Probleme zu machen. „Es war okay, ich habe die zweite Woche erreicht, sicher nicht mit hundert Prozent meiner spielerischen Fähigkeiten.“ Geplant ist, dass Thiem in zwei Wochen in Metz auf die ATP-Tour zurückkehrt. Danach steht ein Asientrip nach Peking und Schanghai an.

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