Frühes Aus für Langmann und Legner im Rollstuhltennis

Nico Langmann hatte sich sein Debüt auf der großen Bühne der Paralympics anders vorgestellt. Der Wiener musste am Freitag in Rio im Rollstuhltennis gegen den Chinesen Dong Shunjiang eine 0:6 3:6-Niederlage hinnehmen. Überaus nervös, fand Langmann überhaupt nicht zu seinem Spiel.

Der Druck, erstmals bei so einem Großereignis und vor den Augen eines Dutzends angereister Familienmitglieder und Freunde anzutreten, war für den 19-Jährigen offenbar zu groß. Nach nur 53 Minuten war das Match vorbei. Im zweiten Satz stellte Langmann nach 0:2 auf 3:3, doch dann ging gegen die Nummer zwei Chinas nichts mehr.

Auch Legner verliert

Martin Legner verlor ebenfalls sein Auftaktmatch. Bei dem 54-Jährigen war bei seinen siebenten Paralympics keine Nervosität im Spiel, er musste sich aber im „Generationenduell“ mit dem 18-Jährigen Südkoreaner Im Ho Won 1:6 3:6 geschlagen geben. Damit ist das ÖPC-Team im Einzel nicht mehr vertreten.

So wie Langmann musste auch Legner, der zweimal Vierter der Paralympics war, als Sportler mit Querschnittlähmung (Paragleitunfall vor 28 Jahren) gegen einen Athleten mit Beinamputation antreten. Beide Österreicher hatten damit Nachteile. Im Spitzenrollstuhltennis sind Athleten mit Rückenmarkschädigung mittlerweile praktisch chancenlos.

Langmann und Legner treten in Rio noch im Doppel gemeinsam an. Doch da erwischten sie bei der Auslosung ein großes Kaliber. Nach einem Freilos sind der Einzel-Paralympics-Sieger von London 2012, Shingo Kunieda, und dessen Partner Satoshi Saida (JPN/6) ihre Zweitrundengegner.