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Chinese schwimmt zu Weltrekord

Schwimmer Andreas Onea hat bei den XV. Sommer-Paralympics in Rio in seinem ersten von drei Bewerben am späten Freitagabend über 100 m Delfin den sechsten Platz belegt. In 1:05,23 Minuten war der Niederösterreicher im Finale etwas langsamer als im Vorlauf, den er ebenfalls als Sechster beendet hatte.

Song Maodang führte mit dem Weltrekord von 59,19 Sekunden einen chinesischen Dreifacherfolg an. Onea tritt am Mittwoch zu seinem Hauptbewerb an. Über 100 m Brust rechnet sich der Paralympics-Vierte von London eine Medaillenchance aus. Onea musste nach einem Autounfall als Kind der linke Arm amputiert werden.

Kramminger verpasst Tischtennis-Viertelfinale

Im Tischtennis kam hingegen für Egon Kramminger nach den Gruppenspielen das Aus. Der querschnittgelähmte Oberösterreicher verlor gegen den Thailänder Yuttajak Glinbancheun mit 0:3 (-8,-6,-6) auch sein zweites Gruppenspiel und verpasste damit das Viertelfinale. Kramminger ist mit 68 Jahren der Senior im ÖPC-Team, sein Freitag-Gegner ist 19 Jahre alt. Doris Mader spielt am Samstag im Tischtennis nach einer Auftaktniederlage um den Aufstieg als Gruppenzweite.

Langmann zeigt Nerven

Nico Langmann hatte sich sein Debüt auf der großen Bühne der Paralympics anders vorgestellt. Der Wiener musste am Freitag in Rio im Rollstuhltennis gegen den Chinesen Dong Shunjiang eine 0:6 3:6-Niederlage hinnehmen. Langmann war überaus nervös und fand nicht zu seinem Spiel.

Nico Langmann

Christopher Kelemen

Für Langmann endete die Premiere früh

Der Druck, erstmals bei so einem Großereignis und vor den Augen Dutzender angereister Familienmitglieder und Freunde anzutreten, war für den 19-Jährigen offenbar zu groß. Nach nur 53 Minuten war das Match vorbei. Im zweiten Satz stellte Langmann nach 0:2 auf 3:3, doch dann ging gegen die Nummer zwei Chinas nichts mehr.

Enttäuscht ließ Langmann nach dem Matchball sein Racket fallen und saß minutenlang mit hängendem Kopf am Rande des Courts. „Ich habe nicht einmal begonnen, zu spielen“, ärgerte sich der querschnittgelähmte Sportler. „Ich war viel zu nervös, vielleicht überwältigt. So ein großes Event hatte ich noch nie. So viele Leute sind hergekommen und dann so etwas. Das ist bitter.“

Ungleiches Duell auch für Legner

Martin Legner verlor ebenfalls sein Auftaktmatch. Bei dem 54-Jährigen war bei seinen siebenten Paralympics keine Nervosität im Spiel, er musste sich aber im „Generationenduell“ mit dem 18-jährigen Südkoreaner Im Ho Won 1:6 3:6 geschlagen geben. Damit ist das ÖPC-Team im Einzel nicht mehr vertreten.

So wie Langmann musste auch Legner, der zweimal Vierter der Paralympics war, als Sportler mit Querschnittlähmung (Paragleitunfall vor 28 Jahren) gegen einen Athleten mit Beinamputation antreten. Beide Österreicher hatten damit Nachteile. Im Spitzenrollstuhltennis sind Athleten mit Rückenmarkschädigung mittlerweile praktisch chancenlos.

Langmann und Legner treten in Rio noch im Doppel gemeinsam an. Doch da erwischten sie bei der Auslosung ein großes Kaliber: Nach einem Freilos sind der Einzel-Paralympics-Sieger von London 2012, Shingo Kunieda, und dessen Partner Satoshi Saida (JPN/6) ihre Zweitrundengegner.

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