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Glück im Unglück für Hinteregger

Die Krise bei Werder Bremen hat sich weiter verschärft. Die Norddeutschen verloren am Sonntag in der deutschen Bundesliga mit 1:2 gegen den 1. FC Augsburg, bei dem ÖFB-Teamverteidiger Martin Hinteregger sein erstes Spiel machte und gleich einen Elfmeter verschuldete. Es waren für den Club aus Bayern die ersten drei Punkte in der neuen Saison. Werder liegt ohne Zähler am Tabellenende.

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Der in den USA geborene Isländer Aron Johannsson brachte die Bremer per Foulelfmeter in der Nachspielzeit der ersten Hälfte in Führung, nachdem Hinteregger seinen Landsmann Zlatko Junuzovic am Fuß getroffen hatte. Jeffrey Gouweleeuw (52. Minute) und Konstantinos Stafylidis (73.) drehten vor 39.430 Zuschauern allerdings die Partie. Für Augsburg waren es die ersten drei Punkte des neuen Spieljahres.

Für Hinteregger, der durchspielte, war es ein unglücklicher Nachmittag. Der von RB Salzburg gekommene Abwehrspieler musste froh sein, dass es kurz nach der Pause nicht noch einen weiteren Elfmeter gab, als er Lamine Sane im Stile eines Ringers umklammerte und zu Fall brachte.

„Luft nach oben“ für Hinteregger

Der Kärntner war mit seinem Spiel nachher auch nicht wirklich zufrieden. „Ich weiß, dass für mich persönlich noch Luft nach oben ist“, urteilte Hinteregger im Sky-Interview. „Wenn man beide Situationen zusammen sieht, ist ein Elfer okay“, urteilte er zu den heiklen Szenen im Strafraum.

Bei Bremen spielte Junuzovic im Mittelfeld durch, Florian Grillitsch wurde in der 82. Minute durch den Ex-Rapidler Thanos Petsos ersetzt. Florian Kainz stand wie Georg Teigl aufseiten der Augsburger nicht im Kader. Es war für Werder die dritte Niederlage im dritten Pflichtspiel in dieser Saison. Bei den Grün-Weißen gab DFB-Olympiateilnehmer Serge Gnabry ein unauffälliges Debüt.

Bremen-Spieler ratlos

Der Bremer Coach darf sich trotz der Niederlagenserie aber vorerst weiter der Rückendeckung der Vereinsführung sicher sein. „Wir stehen komplett hinter Viktor Skripnik“, erklärte Marco Bode, der Boss des Bremer Aufsichtsrates zur Halbzeit. „Ich finde es unangebracht, zu so einem frühen Zeitpunkt der Saison eine Trainerdiskussion anzufangen. Das wird mit uns nicht passieren.“

Die Spieler zeigten sich indes ratlos. „Irgendwie ist der Faden gerissen. Nach dem Rückstand fehlte die Power, das Spiel zu drehen. Das Selbstvertrauen ist momentan nicht da. Die letzten Wochen ist sehr viel auf die Mannschaft eingeprasselt“, sagte Junuzovic und ergänzte: „Wir müssen intern die Sachen analysieren und uns zusammenschweißen.“

Mainz gibt 4:1 aus der Hand

Mainz gab zum Abschluss der Runde einen sicher geglaubten Sieg aus der Hand. Die Mainzer führten in einem turbulenten Match gegen 1899 Hoffenheim komfortabel mit 4:1, mussten sich am Ende aber mit einem 4:4 begnügen und sind damit weiter sieglos. Karim Onisiwo wurde bei den Hausherren in der 79. Minute eingewechselt.

Doppeltorschütze Pablo de Blasis (3., 23.), Jhon Cordoba (27.) und Zugang Levin Öztunali (43.) trafen für die Gastgeber schon vor der Pause, erstmals erzielte der Club in der Liga vier Tore in der ersten Hälfte. Sandro Wagner (39.), Mark Uth (71., 73.) und Adam Szalai (84.) retteten den Gästen aber noch einen Punkt. Mainz war nach Rot für Geatan Bussmann (57.) mehr als eine halbe Stunde lang in Unterzahl. Die Mainzer sind mit einem Punkt 14., Hoffenheim mit zwei Remis unmittelbar davor 13.

Deutsche Bundesliga

Sonntag:

Werder Bremen - Augsburg 1:2 (1:0)

Tore: Johannsson (45./E) bzw. Gouweleeuw (52.), Stafylidis (73.)

Bremen: Junuzovic spielte durch, Grillitsch bis 82. Minute; Augsburg: Hinteregger spielte durch

Mainz - Hoffenheim 4:4 (4:1)

Tore: De Blasis (3., 23.), Cordoba (27.), Öztunali (43.) bzw. Wagner (39.), Uth (71., 72.), Szalai (84.)

Gelb-Rot: Bussmann (58./Mainz)

Mainz: Onisiwo ab der 79. Minute

Samstag:

Leverkusen - Hamburg 3:1 (0:0)

Tore: Pohjanpalo (80., 91., 94.) bzw. Wood (58.)

Leverkusen: Özcan, Baumgartlinger, Dragovic Ersatz. HSV:
Gregoritsch spielte durch

Ingolstadt - Hertha 0:2 (0:1)

Tor: Ibisevic (8.), Schieber (86.)

Ingolstadt: Suttner spielte durch, Hinterseer ab 58. Minute

Freiburg - Mönchengladbach 3:1 (0:1)

Tore: Philipp (54., 85.), Petersen (88./Elfmeter) bzw. T. Hazard (35.)

Darmstadt - Frankfurt 1:0 (0:0)

Tor: Sirigu (90.)

Frankfurt: Lindner Ersatz

Wolfsburg - Köln 0:0

Leipzig - Dortmund 1:0 (0:0)

Tor: Keita (89.)

Leipzig: Ilsanker spielte durch, Sabitzer bis 64. Minute

Freitag:

Schalke 04 - Bayern 0:2 (0:0)

Tore: Lewandowski (81.), Kimmich (92.)

Schalke: Schöpf nicht im Kader; Bayern: Alaba spielte durch

Tabelle

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