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Maximal 57,2 Mio. Euro Prämien möglich

Ab Dienstag ermitteln die besten Clubs Europas ihren Champion. Mit den ersten Gruppenspielen erfolgt der Auftakt zur 62. Ausgabe des höchsten europäischen Vereinsbewerbes. Als Champions League feiert der frühere Meistercup sogar ein kleines - weil das 25-jährige - Jubiläum. Der Europäische Fußballverband (UEFA) zelebriert diesen Umstand mit einer Erhöhung der Prämien.

Am Format hat sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren nichts geändert. 32 Mannschaften starten in acht Gruppen zu je vier Teams. Die beiden Gruppenersten ziehen ins Achtelfinale ein, die Dritten spielen in der K.-o.-Phase der Europa League weiter. Vom Achtelfinale an entscheiden Hin- und Rückspiel über das Weiterkommen. Das große Ziel aller Teams ist das Millennium Stadium in Cardiff - mittlerweile dank der verkauften Namensrechte als Principality Stadium im Register. Finaltermin ist der 17. Mai 2017.

Prämien so hoch wie nie

Österreichischer Club ist so wie die zwei Ausgaben davor keiner dabei. Salzburg scheiterte im Play-off hauchdünn an Dinamo Zagreb. Damit bekommt auch kein rot-weiß-roter Vertreter ein Stück vom Milliardenkuchen. Und der ist heuer wieder um ein Stück größer. Insgesamt 1,3 Mrd. Euro schüttet die UEFA an die Clubs aus - ein neuer Rekord. Bei einem idealen Verlauf kann ein Verein 57,2 Mio. Euro an Prämien lukrieren. Gleich geblieben sind die Punkteprämien mit 1,5 Mio. Euro für einen Sieg und 500.000 Euro für ein Remis.

David Alaba (Bayern) jubelt

GEPA/Witters/Sebastian Widmann

Alaba und die Bayern werden auch heuer wieder kräftig abkassieren

Die Startprämie und die Auszahlungen für Erfolge in der K.-o.-Phase wurden im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Der Einzug in die Gruppenphase bringt um 700.000 Euro mehr als im Vorjahr. 12,7 Mio. hätte zum Beispiel Salzburg alleine für die erfolgreiche Quali verdienen können. Siege in Achtel-, Viertel- und Semifinale werden mit sechs, 5,5 und 7,5 Mio. Euro und damit mit jeweils einer halben Million mehr entlohnt. Der Champions-League-Sieger streift 15,5 Mio. Euro ein, der Finalverlierer darf sich mit elf Mio. Euro trösten.

Dazu erhalten alle für die Gruppenphase qualifizierten Clubs noch Geld aus dem Marktpool. Die aus diesem Topf ausgeschütteten Beträge sind jedoch von Land zu Land verschieden. Abhängig sind die Zahlungen von den Einnahmen der UEFA aus dem jeweiligen TV-Markt. Auch die Erfolge in den nationalen Ligen spielen dabei eine Rolle. So erhält etwa Bayern München als deutscher Meister den größten Anteil vor Dortmund, Leverkusen und Mönchengladbach. Der Marktpool wird heuer mit 507 Mio. Euro beziffert - um 24,1 Mio. mehr als im Vorjahr.

Übliche Verdächtige und sieben Österreicher

Die Prämie für den Champion wird allerdings nur eine Handvoll Clubs im Budget einplanen dürfen. Denn der Favoritenkreis beschränkt sich auch heuer auf die üblichen Verdächtigen. Real Madrid will als erstes Team in der Historie der Champions League seinen Titel verteidigen. Daneben will der FC Bayern München nach dreimaligem Scheitern im Halbfinale endlich wieder ins Endspiel. Zum Favoritenkreis zählt auch traditionell der FC Barcelona, auf der Rechnung sollte man auch den noch makellosen englischen Spitzenreiter Manchester City haben.

Sergio Ramos (Real) trifft

APA/AFP/Olivier Morin

Real (in Weiß) will seinen Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen

Zlatan Ibrahimovic hat Paris Saint-Germain verlassen, der französische Meister verfügt dank der Finanzkraft seiner katarischen Geldgeber aber weiter über einen starken Kader. Italiens Champion Juventus Turin war vor zwei Jahren zuletzt im Königsklassenfinale und plant den nächsten Angriff auf Europas Thron. Mit Spannung wird auch das Debüt von Englands Überraschungsmeister Leicester City mit Ex-ÖFB-Kapitän Christian Fuchs erwartet.

Fuchs ist einer von sieben Österreichern, die auf Einsätze in der Königsklasse hoffen dürfen. Der Niederösterreicher wird so wie David Alaba (Bayern) wohl gesetzt sein. Das Leverkusen-Trio Julian Baumgartlinger, Aleksandar Dragovic und Ramazan Özcan musste zuletzt in der Liga ebenso von der Bank aus zuschauen wie Marc Janko bei Basel. Kevin Wimmer scheint zwar im Kader von Tottenham Hotspur auf, der Verteidiger durfte sich aber in der Meisterschaft nicht einmal für die Ersatzbank umziehen.

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