Arch hätte vor tödlichem Absturz nicht fliegen dürfen

Der österreichische Air-Race-Pilot Hannes Arch hat in der Nacht seines tödlichen Hubschrauberabsturzes in Kärnten gegen ein Flugverbot verstoßen. Aus Naturschutzgründen sind im Nationalpark Hohe Tauern nämlich Flüge nach 16.00 Uhr nicht erlaubt. Albert Kreiner, der Leiter der Abteilung 7 des Landes Kärnten, bestätigte auf APA-Anfrage einen entsprechenden Bericht der „Kleinen Zeitung“ (Freitag-Ausgabe).

„Die Elberfelder Hütte, die Arch mit Lebensmitteln beliefert hat, befindet sich in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern. Da gelten besonders strenge Regeln“, sagte Kreiner. Ihm sei kein einziger Verstoß gegen das Nachtflugverbot bekannt, so Kreiner - denn in so einem Fall drohen hohe Strafen. „Bereits beim ersten Verstoß droht sogar der Verlust der Pilotenlizenz. Das ist natürlich ein kostbares Gut, weshalb sich ja auch alle daran halten.“

Arch müsse von diesem Verbot auf jeden Fall gewusst haben, so Kreiner: „Für die Erlaubnis zur Belieferung der Hütte hat Arch ja ein klassisches Behördenverfahren durchlaufen. Dabei hat er den strengen Auflagen ausdrücklich zugestimmt. Noch dazu war Arch ja ein profunder Kenner der Materie, der auch über die Regeln Bescheid gewusst hat.“