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Argentinien führt in Glasgow mit 2:0

Titelverteidiger Großbritannien steht im Davis-Cup-Semfinale nach dem Eröffnungstag gegen Argentinien bereits mit dem Rücken zur Wand. Nach der Auftaktniederlage von Andy Murray, der sich in einer Wiederholung des Olympiaendspiels von Rio de Janeiro Juan Martin del Potro nach 5:07 Stunden mit 4:6 7:5 7:6 (7/5) 3:6 4:6 geschlagen geben musste, verlor auch Kyle Edmund.

Der US-Open-Achtelfinalist musste sich im zweiten Einzel Guido Pella mit 7:6 (7/5) 4:6 3:6 2:6 geschlagen geben. Die Kastanien aus dem Feuer holen müssen nun im Doppel Murray und sein Bruder Jamie, die am Samstag auf die argentinische Paarung Del Potro/Leonardo Mayer treffen. Im zweiten Semifinale zwischen Frankreich und Kroatien steht es nach dem ersten Tag 1:1.

Murray kassierte seltene Niederlage

Ausgerechnet im heimischen Glasgow kassierte Murray die erst dritte Davis-Cup-Niederlage in seinem 32. Einzel. Zuvor war er 2014 in Italien gegen Fabio Fognini und ganz zu Beginn seiner Karriere 2005 in Genf gegen den Schweizer Stan Wawrinka als Verlierer vom Platz gegangen. Auf heimischem Boden hatte Murray im Davis-Cup bisher noch nie verloren.

Andy Murray

Reuters/Andrew Boyers

Murray hat sich das Heimspiel in Glasgow sicher anders vorgestellt

Der 29-Jährige und Del Potro lieferten einander vor gut 8.000 Zuschauern einen begeisternden Kampf, in dem der Argentinier die Oberhand behielt. Das entscheidende Break kassierte der Brite, der 35 Asse schlug, im fünften Satz zum 3:4. Besonders tragisch für Murray: Wegen seines Einsatzes im Davis Cup verpasste er die Beerdigung seines Großvaters, die ebenfalls am Freitag stattfand.

Patt bei Kroatien - Frankreich

Im zweiten Halbfinale im kroatischen Zadar fand Richard Gasquet gerade noch rechtzeitig zu seiner Form, nachdem er im Sommer oft wegen Rückenproblemen hatte pausieren müssen. Der Franzose setzte sich gegen Borna Coric mit 6:2 7:6 (7/5) 6:1 durch. In der zweiten Partie glich Marin Cilic gegen Lucas Pouille durch einen 6:1 7:6 (7/4) 2:6 6:2-Sieg zum 1:1 aus. Pouille war ins Team gerutscht, weil zunächst Jo-Wilfried Tsonga und dann auch noch Gael Monfils wegen Verletzungen hatten absagen müssen.

In der Relegation ist Spanien auf dem besten Weg, in die Weltgruppe zurückzukehren. Obwohl Rafael Nadal wegen Schmerzen im linken Handgelenk, die ihn bereits zur Aufgabe bei den French Open gezwungen hatten, kurzfristig ausgefallen war, sorgten Feliciano Lopez und David Ferrer in Indien für eine beruhigende 2:0-Führung.

Davis-Cup-Weltgruppe, Semifinale

Glasgow (Hardcourt, Halle):
Großbritannien Argentinien 2:3
Andy Murray Juan Martin del Potro 4:6 7:5 7:6 (7/5) 3:6 4:6
Kyle Edmund Guido Pella 7:6 (7/5) 4:6 3:6 2:6
Andy Murray / Jamie Murray Juan Martin del Potro / Leonardo Mayer 6:1 3:6 6:4 6:4
Andy Murray Guido Pella 6:3 6:2 6:3
Daniel Evans Leonardo Mayer 6:4 3:6 2:6 4:6
Zadar (Hardcourt, Halle):
Kroatien Frankreich 3:2
Borna Coric Richard Gasquet 2:6 6:7 (5/7) 1:6
Marin Cilic Lucas Pouille 6:1 7:6 (7/4) 2:6 6:2
Marin Cilic / Ivan Dodig Pierre-Hugues Herbert / Nicolas Mahut 7:6 (8/6) 5:7 7:6 (8/6) 6:3
Marin Cilic Richard Gasquet 6:3 6:2 7:5
Marin Draganja Lucas Pouille 4:6 4:6
Finale: 25. bis 27. November

Relegation

Australien Slowakei 3:0
Japan Ukraine 5:0
Indien Spanien 0:5
Usbekistan Schweiz 2:3
Deutschland Polen 3:2
Belgien Brasilien 4:0
Kanada Chile 5:0
Russland Kasachstan 3:1
Sieger in der Weltgruppe 2017

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