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Letzter Bewerb bringt Österreich Medaille
Schubert hatte als Vierter des Halbfinales keine optimale Ausgangsposition, kletterte aber mit vollem Risiko in die Medaillenränge. Mit einer Höhe von 42+ übernahm der 25-Jährige die Zwischenführung, Supper und der Slowene Domen Skofic scheiterten an der Vorgabe des Tirolers. Ondra gab sich aber keine Blöße, nachdem er am Vortag Boulder-Silber gewonnen hatte. Für Schubert blieb sein zweites WM-Silber nach 2011.
Medaille für Österreich
Jakob Schubert sicherte sich am Sonntag bei der Kletter-WM in Paris Silber im Vorstieg. Gab es bei der letzten Weltmeisterschaft noch fünf Medaillen für Österreich, so war es diesmal die einzige.
„Die Stimmung im Finale war vergleichbar mit 2012 und es hat sich mindestens gleich gut angefühlt wie vor vier Jahren“, sagte Schubert. „Ich habe alles gegeben und eine perfekte Leistung abgerufen. Mir bedeutet die Silbermedaille extrem viel, da ich sie auch für das Team geholt habe.“ Er zog auch für das ganze Team Bilanz. Man habe sich stark präsentiert, bei den Damen habe es aber zweimal knapp nicht zur Medaille gereicht.

APA/AFP/Miguel Medina
Jakob Schubert zeigte im Finale eine „perfekte“ Leistung
Stöhr verpasst Medaille knapp
Am Sonntag war Anna Stöhr mit Medaillenpotenzial in die Boulder-Entscheidung gegangen. In ihrem sechsten WM-Finale en suite klappte es nur knapp nicht mit ihrem fünften Podestrang. Gold ging etwas unerwartet an die Schweizerin Petra Klingler vor den beiden japanischen Favoritinnen Miho Nonoka und Akiyo Noguchi. Vor Stöhr landete auch noch die US-Amerikanerin Megan Mascarenas.
Fünfte war schon am Samstag Jessica Pilz im Vorstieg geworden, und zwar im Dreievergleich nur aufgrund des schlechteren Halbfinal-Ergebnisses hinter der Dritten und Vierten. Am Sonntag war letztlich auch Nina Lach im Speed-Achtelfinale im Einsatz. Als Zwölfte der Qualifikation traf sie auf Klaudia Buczek, zog gegen die Polin allerdings den Kürzeren. Lachs Zeit von 9,35 Sekunden brachte ihr Endrang elf. Gold holte die Russin Anna Ziganowa.
Innsbruck 2018 nächster WM-Schauplatz
Bei der Schlusszeremonie wurde die Fahne des Weltverbands an den österreichischen Verbandspräsidenten Eugen Burtscher und Innsbrucks Vizebürgermeister Christoph Kaufmann übergeben. Die Tiroler Landeshauptstadt ist von 6. bis 16. September 2018 - zwei Jahre vor dem Olympiadebüt der Sportart - nächster WM-Schauplatz in den Bewerben Vorstieg, Boulder, Speed, Kombination und Paraclimbing.