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Weitere Untersuchungen eingeleitet

Das Internationale Olympischen Komitee (IOC) will mit zwei Untersuchungen Klarheit in den „Fall Russland“ bringen. Wie Insidethegames.biz berichtete, hat IOC-Präsident Thomas Bach in einem sechsseitigen Brief die 97 IOC-Mitglieder über zwei eingeleitete Untersuchungen unterrichtet, die vom französischen Richter Guy Canivet und dem Schweizer Juristen und IOC-Mitglied Denis Oswald geleitet werden.

Die von Canivet geführte Kommission will in Zusammenarbeit mit Richard McLaren, dem Chefermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und Verfasser des McLaren-Reports, sowie einer russischen Kommission unter der Leitung des IOC-Ehrenmitglieds Witali Smirnow prüfen, inwieweit die russische Regierung in das Dopingsystem des Gastgebers rund um die Olympischen Spiele 2014 in Sotschi involviert war.

Analyse aller Proben russischer Athleten von 2014

Die Kommission von Oswald beschäftigt sich mit der Manipulation von Dopingproben russischer Athleten während der Spiele in Sotschi. Aus diesem Grund sollen alle Dopingproben der russischen Athleten während der Winterspiele 2014 noch einmal analysiert werden.

IOC Präsident Thomas Bach

GEPA/Mathias Mandl

IOC-Präsident Bach will den „Fall Russland“ komplett aufklären

Der im Juli veröffentlichte McLaren-Report über die Dopingpraxis in Russland hatte den Olympiaausschluss von mehr als 100 russischen Athleten von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro sowie den Bann der gesamten russischen Delegation von den Paralympics zur Folge. Einen kompletten Ausschluss der russischen Athleten von den Sommerspielen hatte das IOC verworfen. Stattdessen sollten die internationalen Fachverbände eine Einzelfallprüfung der nominierten russischen Athleten vornehmen.

Maßnahmen und Sanktionen für 2017 angekündigt

Das IOC will aufgrund der Ergebnisse der Untersuchungen „die notwendigen Maßnahmen und Sanktionen ergreifen“, so Bach. Diese sollen Anfang nächsten Jahres gefällt und kommuniziert werden. Der Kanadier McLaren hatte vor wenigen Tagen angekündigt, dass die Endversion seines Berichts erst in einigen Monaten vorliegen werde.

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