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Dichtes Programm

Die Formel 1 setzt ihre Asientournee fort. Nächster Schauplatz ist der Sepang Circuit nahe Kuala Lumpur, wo am Sonntag der Grand Prix von Malaysia (9.00 Uhr MESZ, live in ORF eins) über die Bühne geht. Nur eine Woche später steht dann der Grand Prix von Japan in Suzuka auf dem Programm.

Damit geht die WM in seine heiße Phase. Und das nicht nur, weil sich an der Spitze Nico Rosberg und Lewis Hamilton ein spannendes Duell um die WM-Führung liefern. Wie zuletzt beim Grand Prix von Singapur wird das tropische Äquatorklima auch das Rennwochenende in Malaysia prägen - mit Höchstwerten in puncto Luftfeuchtigkeit und Temperatur.

Nico Rosberg und Lewis Hamilton

APA/AFP/Andrej Isakovic

Derzeit gibt Rosberg die Richtung vor

Die nun bevorstehenden vier Rennen in fünf Wochen - bis Ende Oktober stehen auch noch die Bewerbe in den USA und Mexiko auf dem Programm - dürften den wechselhaften Zweikampf zwischen den Mercedes-Stars ans Limit treiben. Nach einem tollen Saisonstart mit vier Siegen und einem Tief zur Saisonmitte kam Rosberg stärker denn je aus der Sommerpause und holte sich mit drei Siegen in Folge die Führung in der Gesamtwertung von Hamilton zurück.

Formkurve spricht für Rosberg

„Ich hatte zuletzt einen guten Lauf und genieße den Moment. Aber das nächste Rennen oder das danach kann schon wieder ganz anders aussehen“, sagte Rosberg. Die Formkurve spricht aber für den Deutschen. Nach der vierwöchigen Unterbrechung im August hat der 31-Jährige von 158 Rennrunden 155 angeführt. Alle Fahrer, die in der Geschichte mindestens acht Siege in einer Saison feierten, wurden zudem am Ende auch Weltmeister.

Rosberg schiebt Gedanken an den Titel aber beiseite: „Ich kenne die Situation und die Zahl der Punkte, aber ich konzentriere mich nur auf das Rennwochenende, das vor mir liegt. Das hat für mich bislang sehr gut funktioniert“, sagte er am Donnerstag. Er plane von Rennen zu Rennen, „das vereinfacht das Leben, ist viel simpler“, so der Deutsche. Auch der Sieg zuletzt in Singapur ist abgehakt. „Das ist Vergangenheit, jetzt sind wir in Sepang.“

Seine Qualität, aus Fehlern zu lernen und an Schwächen zu arbeiten, beeindruckte zuletzt offenbar auch Hamilton. „Nico zeigt fantastische Leistungen. Ich erwarte, dass er so weitermacht. Also muss ich sicherstellen, dass ich genauso auf der Höhe bin“, sagt der Brite.

Weltmeister gibt sich gelassen

Die Niederlagen zuletzt in Spa, Monza und Singapur brachten Hamilton ins Grübeln. „Ich weiß nicht, ob, und wenn ja, wann, das Pendel wieder in meine Richtung ausschlagen wird“, bekannte der dreifache Weltmeister. „Grundsätzlich ist es aufregender, der Jäger zu sein“, sagte er. „Die Situation ist nicht anders als andere, in denen ich mich schon befunden habe. Ob ich jetzt das Richtige mache, wird die Zeit zeigen.“

Teamchef Toro Wolff sieht den Weltmeister bei nur acht Punkten Rückstand und noch sechs ausstehenden Rennen längst nicht geschlagen. „Ich glaube, dass es bis ganz zum Ende gehen wird“, betonte der Wiener zuletzt. „Im Moment sind sie auf einem sehr ähnlichen Niveau.“

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