FIA stopft Schlupflöcher im Regelwerk

Der Motorsport-Weltrat des Internationalen Automobilverbandes (FIA) hat am Mittwoch einige Änderungen für die Formel-1-Saison 2017 bekanntgegeben. Die wichtigste Neuerung betrifft das Umgehen des Reglements, wie es etwa von Weltmeister Lewis Hamilton in Spa-Francorchamps mit dreimaligem Motorwechsel praktiziert wurde. Das ist künftig nicht mehr möglich.

Sollte ein Pilot im kommenden Jahr bei einem WM-Lauf mehrere Fahrzeugelemente tauschen lassen, die eine Strafe nach sich ziehen, so darf er nur noch das letzte gewechselte Element in den kommenden Rennen straffrei nutzen. Hamilton hätte damit nur den letzten in Spa getauschten Motor die restliche Saison nutzen können, ohne in der Startaufstellung Plätze einzubüßen.

Kein fliegender Start bei Regen

Der Mercedes-Star hatte in Belgien insgesamt 55 Strafplätze kassiert. Nachdem der Brite das Rennen in Spa aus der letzten Reihe in Angriff genommen hatte, waren diese aber mit einem Schlag getilgt. Hamilton hatte somit drei neue Triebwerke für die entscheidende WM-Phase zur Verfügung. Auch andere Piloten nutzten dieses Schlupfloch im Reglement.

Außerdem wurde auch ein neues Startprozedere bei Regen beschlossen. Ab der kommenden Saison wird es bei nassem Wetter keinen fliegenden Rennstart hinter dem Safety-Car mehr geben, sondern einen normalen Start hinter der Ampel.