Bresnik präsentiert Buch über Tennisstar Thiem

Am Freitag hat Günter Bresnik, Erfolgscoach von Österreichs Tennisstar Dominic Thiem, sein Buch „Die Dominic Thiem Methode“ in der Wiener Stadthalle auf dem Centre-Court präsentiert. Das Buch schildert in sehr persönlichen Worten des 55-jährigen Wieners dessen eigenen Zugang zum Tennis, seine Prinzipien und auch, was er selbst von seinen verschiedensten Schützlingen wie Boris Becker oder Horst Skoff gelernt hat.

„Die Dominic Thiem Methode“ lässt dem oft gelassen wirkenden Bresnik tief in die Seele blicken. Unter anderem schildert er seine Gefühlswelt vom 2. Juni 2016, als sein Schützling Thiem nach 14 Jahren Arbeit einen Meilenstein erreicht hatte.

Dominic Thiem und Günter Bresnik

GEPA/Martin Hoermandinger

„Wir hatten das erste, das größte Ziel erreicht, Top Ten, Grand-Slam-Semifinale. An diesem 2. Juni 2016 hatten wir die Pflicht erledigt. Alles, was in Dominics Karriere noch folgen würde: Kür. Selbst wenn er kein einziges Match mehr im Leben gewinnen würde: Das gemeinsame Projekt von Dominic, seiner Familie und mir war ab diesem Moment ein Erfolg.“

Diesen Tag bezeichnet Bresnik als „größten Tag meiner beruflichen Laufbahn“. „Ich hatte einen achtjährigen Buben in die Weltklasse geführt. Keinem anderen Trainer war das vorher im professionellen Herren-Tennis gelungen.“

Thiem-Sonderlob für Bresnik

Bresnik beschreibt in dem 228 Seiten starken Buch auch die bedingungslose Zusammenarbeit der gesamten Familie Thiem. Sie habe auch nicht an Bresnik gezweifelt, als dieser die beidhändige Rückhand ihres Sohnes umstellte und der sieggewöhnte Bub in der Folge reihenweise Matches verlor.

In einem Vorwort schildert Dominic Thiem, der ab Montag beim Erste Bank Open 500 in Wien antritt, seine Eindrücke zur Zusammenarbeit mit Bresnik. „Günter sprach mit meinen Eltern sogar über meine Erziehung, verbot ihnen fast, mich zu Hause zu verwöhnen. Es war ihm alles wichtig, von den Tischmanieren bis zur Gestaltung meiner Freizeit: Günter wollte, dass ich im Haushalt mithelfe. Dass ich ins Freie gehe, statt mit dem Gameboy auf der Couch herumzuliegen.“

Unmissverständlich lässt Thiem seine Dankbarkeit zu seinem Lebenscoach durchblicken. „Ich habe keine Ahnung, was ich heute beruflich machen würde, wäre ich Günter nicht begegnet. Ich wäre vielleicht Tennislehrer, vielleicht ein besserer Hobbyspieler, vielleicht wäre ich Profi irgendwo auf Platz 100 oder 200. Ganz sicher weiß ich: Ich wäre nicht so erfolgreich. Und genauso sicher weiß ich: Ich wäre ein anderer Mensch.“