Themenüberblick

Titelkämpfe feierlich eröffnet

Die 23. Karate-Weltmeisterschaften sind am Dienstagabend in der Linzer TipsArena mit einer von der Anton-Bruckner-Universität inszenierten Show eröffnet worden. Österreichs Fahnenträgerin war dabei die Salzburgerin Alisa Buchinger, die am Mittwoch ihren 24. Geburtstag feiert und als Weltranglistenerste zu den Medaillenanwärterinnen in der Klasse bis 68 kg zählt.

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Insgesamt 1.200 Athleten aus 129 Nationen fiebern den von Mittwoch bis Sonntag dauernden Wettkämpfen entgegen. Die größte WM aller Zeiten wird auf fünf Tatami (Matten) ausgetragen. „Wir hatten einen großen Weg bis zu dieser Eröffnung zu gehen. Jetzt freuen wir uns auf die Wettkämpfe“, sagte OK-Chef Ewald Roth. In Linz sind 30 Prozent mehr Athleten als bei der WM 2014 in Bremen am Start, das sei ein Plus von 300 Aktiven.

„Wir sind total überwältigt“

Das bringt die Organisatoren an die Kapazitätsgrenzen und teilweise auch darüber hinaus. „Sicher hängt der große Zuspruch auch mit dem neuen Olympiastatus von Karate zusammen“, sagte Roth der APA. „Aber die meisten sagen uns, dass sie wegen unserer Arbeit kommen. Wir haben die WM doch insgesamt fünf Jahre lang angekündigt. Wir sind total überwältigt.“ Es gab zwar einen offiziellen Nennschluss, der gelte für die Entwicklungsstaaten im Karate aber nicht, da die auch oft in puncto elektronischer Anmeldung noch dazuzulernen haben.

Bis kurz vor der Eröffnung hatte der Zustrom an teilnehmenden Sportlern kein Ende genommen. Zudem möchte der Weltverband (WKF) den Schub von Olympia wo nur möglich ausnutzen. Für Roth und Co. bringt das aber Probleme mit sich. „Es sind mehr Kosten, mehr Sicherheitspersonal und Transportshuttles notwendig“, so der Generalsekretär von Österreichs Verband (ÖKB).

Fünfte Kampffläche musste eingerichtet werden

Auswirkungen gibt es auch auf das unmittelbar Sportliche, musste doch nun eine fünfte Kampffläche eingerichtet werden. Der Zeitplan wäre sonst nicht einzuhalten gewesen, alleine in der Kumite-Klasse der Vorarlbergerin Bettina Plank bis 50 kg gibt es laut Roth 20 Karateka mehr als sonst. „Eine WM ist normal mit vier Kampfflächen limitiert“, sagte der Funktionär. „Die gesamte Technik und das Video (für den seit 2014 eingeführten Videobeweis, Anm.) war darauf ausgerichtet.“

Bei der von Roth moderierten Eröffnung werden Athleten von an die 130 Nationen einmarschieren, für die es bis Sonntag in insgesamt 16 Bewerben um Medaillen geht. Die Hoffnungen auf Podestplätze im österreichischen Team tragen in Kumite vor allem die vorjährigen Europameisterinnen Plank und Alisa Buchinger (bis 68 kg), Thomas Kaserer (bis 67 kg) und Stefan Pokorny (bis 75 kg) bzw. das Kata-Team der Damen mit Patricia Bahledova, Joan Marie Stadler und Kristin Wieninger. Die Wettkämpfe beginnen am Mittwoch, die Entscheidungen um die Medaillen sind für das Wochenende angesetzt.

Links: