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Koller setzt auf Bewährtes

Der ÖFB-Kader für das wichtige WM-Qualifikationsspiel gegen Irland am 12. November in Wien und das Testspiel drei Tage später gegen die Slowakei hat hohen Wiedererkennungswert: Es ist mehr oder weniger der gleiche wie jener gegen Wales und Serbien. Teamchef Marcel Koller nahm nur zwei kleine Änderungen vor: Martin Harnik und Heinz Lindner kehren ins Aufgebot zurück.

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Lindner rutschte anstelle des verletzten Einsergoalies Robert Almer wieder in den Kader. Der Frankfurt-Reservist wird jedoch auch im Team hinter Ramazan Özcan und neben Andreas Lukse nur die Ersatzrolle einnehmen. Harnik musste zuletzt gegen Wales und Serbien verletzungsbedingt absagen, ist nun aber wieder fit und verdrängte damit Deni Alar wieder auf die Abrufliste. „Er ist wieder gut in Form und hat am letzten Wochenende zwei Tore erzielt“, sagte Koller Harniks Einberufung.

Kaderbekanntgabe in Wien

Marcel Kollers Pressekonferenz zur Kaderbekanntgabe für die Spiele gegen Irland und die Slowakei zum Nachschauen.

Özcan aktuell die Nummer eins

Dass speziell Lindner schon länger kein Pflichtspiel in den Beinen hat, änderte nichts daran, dass Koller ihm wieder das Vertrauen aussprach. „Wir wissen, dass er auf diesem Level spielen kann. Das hat er schon vor der Euro gezeigt, dass er damit umgehen kann“, sagte der Teamchef bei der Kaderpräsentation in Wien, „er spielt zwar im Moment nicht, ist aber voll im Trainingsbetrieb. Wir haben Vertrauen in ihn.“ Man habe über verschiedene Torhüter diskutiert, so Koller, aber „am Ende sind wir auf Lindner zurückgekommen“.

Die Nummer eins im Tor gegen die Iren wird allerdings Özcan sein. Der 32-Jährige sitzt bei Bayer Leverkusen, so wie Lindner bei Eintracht Frankfurt, in der deutschen Bundesliga nur auf der Bank, zeigte laut Koller aber beim 2:3 gegen Serbien in Belgrad, dass er der richtige Ersatzmann für Stammtorhüter Almer sein kann. „Er ist nicht nur in der Kabine eine wichtige Stütze, sondern auch auf dem Feld. Das hat er für mich gegen Serbien gezeigt“, so der Schweizer.

Ramazan Oezcan

GEPA/Aleksandar Djorovic

Özcan ist nach Almers Ausfall vorerst die Nummer eins im ÖFB-Tor

„Abwarten“ bei linker Abwehrseite

Nicht in die Karten blicken ließ sich der Schweizer bei der Frage, wer gegen Irland links in der Viererkette agieren wird. Ob das Experiment mit dem bei Tottenham nicht zum Einsatz kommenden Kevin Wimmer fortgeführt wird, bleibt abzuwarten. Als Alternativen stehen wieder Markus Suttner und Stefan Stangl parat. Letzterer sitzt bei Meister Salzburg aber ebenfalls nur auf Tribüne oder Bank. Man werde „abwarten, was das Richtige für uns ist“, sagte Koller, der diesbezüglich auf seine Eindrücke im Training setzt.

Die für den ÖFB-Chefcoach mitunter leidige Diskussion über David Alaba umschiffte Koller. Dem Bayern-Star wurde nach der Partie in Belgrad auch in deutschen Medien eine Krise unterstellt. Auch in Österreich mehrten sich die Meinungen, wonach er in seiner Clubposition links hinten besser aufgehoben wäre. Für Koller ist das kein Thema. Natürlich werde man über die Situation miteinander sprechen, betonte er. Eine Krise bei Alaba sehe er allerdings nicht.

„Ein sehr wichtiges Spiel“

Gegen Irland muss aus ÖFB-Sicht ein Sieg her, um nicht schon vorzeitig den Anschluss an die Spitze in der Gruppe zu verlieren. „Irland ist ein sehr wichtiges Spiel. Wir haben gegen Irland schon in der letzten WM-Quali gespielt. Wir wissen, dass es eine zähe Aufgabe sein wird. Sie stehen defensiv gut und können vorne gefährlich werden, das haben sie bei der EM gezeigt. Sie spielen geduldig und lassen sich nicht aus der Ruhe bringen“, sagte Koller.

Geduld forderte der Teamchef aber auch von seiner Mannschaft. Dazu soll das Team zumindest offensiv dort anschließen, wo man gegen Wales und Serbien aufgehört hat. „Wir müssen den Gegner 90 Minuten unter Druck setzen und hoffen natürlich, dass uns auch die Fans bis zur letzten Sekunde pushen werden“, sagte Koller. An Unterstützung sollte es gegen die Iren im Ernst-Happel-Stadion nicht fehlen. Das Prateroval ist ausverkauft.

Für das Testspiel drei Tage später am 15. November gibt es noch Karten. Gegen die Slowakei wird auch der frühere Kapitän Christian Fuchs offiziell aus dem Team verabschiedet. Zum Einsatz kommen wird der Leicester-Profi entgegen anderslautenden Meldungen aber nicht mehr.

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