Themenüberblick
Schalke-Connection als möglicher Faktor
Büskens war erst am Montag von seinen Aufgaben als Trainer bei den Hütteldorfern entbunden worden. Weil er lediglich einen Einjahresvertrag bei den Grün-Weißen hatte, wäre eine Auflösung des laufenden Vertrags wohl kaum ein Problem. Weiteres Indiz für eine Verpflichtung wäre, dass mit Thomas Linke ein Vertrauensmann von Büskens Sportdirektor bei den Ingolstädtern ist. Bei Schalke spielte Büskens mit Linke in einer Mannschaft. Zudem war der 48-jährige nunmehrige Ex-Rapidler der Trauzeuge bei Linkes Hochzeit.

GEPA/Thomas Bachun
Ingolstadts Linke pflegt gute Beziehungen zu Rapids Ex-Coach Büskens
Die „Schanzer“ suchen jedenfalls nach einem Coach, der bisher nicht in das Geschehen beim Club involviert ist. „Wir haben ganz klar gesagt, wir suchen einen neuen Cheftrainer, der einen neuen Impuls gibt, der von außen rankommt“, sagte Ingolstadt-Geschäftsführer Harald Gärtner, der sich mit der Suche Zeit lassen möchte. „Wir haben angefangen, den Markt zu sondieren. Wir haben auch das ein oder andere Gespräch geführt, aber es geht nicht so schnell. Wir müssen uns die Ruhe und die Zeit geben“, betonte Gärtner in der TV-Sendung „Blickpunkt Sport“.
Mehrere Namen auf Ingolstadt-Shortlist
Neben Büskens, der mit Greuther Fürth in die deutsche Bundesliga aufgestiegen war, werden demnach weitere prominente Namen mit Ingolstadt in Verbindung gebracht. Dazu zählen etwa Jos Luhukay (zuletzt Stuttgart), Andre Breitenreiter (zuletzt Schalke) und Michael Frontzeck (zuletzt Hannover).
Interimistisch übernahm Michael Henke die Geschicke des Clubs der ÖFB-Legionäre Lukas Hinterseer und Markus Suttner. Der 59-Jährige war bis Sommer Assistenztrainer bei den Bayern, wurde von Kauczinski aber nicht in sein Trainerteam übernommen. Er will das Team zunächst aufrichten. „Wir müssen jetzt schnellstmöglich für eine Aufbruchsstimmung sorgen“, erklärte Henke, der als langjähriger Kotrainer von Ottmar Hitzfeld (Dortmund, Bayern) bekannt geworden war.