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Teilerfolg im ersten Gruppenspiel

Dominic Thiem hat sein Auftaktspiel bei den mit 7,5 Millionen Dollar dotierten ATP Finals in der Londoner O2-Arena verloren. Vor 17.800 Zuschauern unterlag der 23-jährige Niederösterreicher und Debütant am Sonntag in der Gruppe „Ivan Lendl“ dem fünffachen Masters-Sieger, dem als Nummer zwei gesetzten Serben Novak Djokovic, nach 2:02 Stunden mit 7:6 (12/10) 0:6 2:6.

Für Thiem war dabei ein Traumeinstand beim Saisonabschluss der besten acht Spieler des Jahres im Bereich des Möglichen. Dem als Nummer acht gesetzten Österreicher gelang im vierten Duell mit Djokovic in einem dramatischen Tiebreak erstmals ein Satzgewinn. Ein Teilerfolg, der im Turnierverlauf noch wertvoll werden könnte. Im zweiten von drei Gruppenspielen trifft Thiem nun am Dienstag auf Gael Monfils (FRA/6), der Milos Raonic (CAN/4) mit 3:6 4:6 unterlag.

Djokovic gewinnt gegen Thiem

Der 23-jährige Niederösterreicher unterlag in seinem ersten Spiel bei den ATP Finals in London dem Weltranglistenzweiten Novak Djokovic.

„Es war ein gutes Match von mir mit einem großartigen ersten Satz. Danach habe ich etwas Kraft verloren, aber das passiert, wenn man so einen engen Satz gegen Novak Djokovic spielt. Alles in allem war es eine unglaubliche Erfahrung, auf dieser großartigen Bühne und vor diesem Publikum hier zu spielen“, sagte Thiem. „Dominic ist sehr gut gestartet. Wir haben auf einem sehr hohen Level gespielt. Das Tiebreak hat er verdient gewonnen, da war er in den entscheidenden Momenten der stärkere Spieler“, lobte Djokovic. „Obwohl ich den ersten Satz verloren habe, habe ich nicht viel falsch gemacht.“

Nervenschlacht im ersten Satz

Die Minuten vor der Partie in der O2-Arena verdeutlichten Thiem noch einmal die Dimension des ATP-Jahresabschlusses. Den Gang in die Halle absolvierte der 23-Jährige ehrfürchtig, im Spiel selbst war er aber auf der Höhe. Während Djokovic bei seinen Aufschlagspielen wenig anbrennen ließ, hatte Thiem mehr zu kämpfen. Obwohl das erste Service gut funktionierte, erarbeitet sich der Serbe beim Stand von 2:1 einen ersten Breakball, den Thiem aber abwehren konnte.

Thiems Schläge waren in weiterer Folge durchaus präzise, Djokovic hatte aber oft eine richtige Antwort parat. Beim Stand von 5:5 nutzte Österreichs Nummer eins die erste kleine Schwächephase der Nummer zwei der Welt. Den Breakball vergab Thiem aber mit einem Rahmentreffer bei einer Vorhand - Djokovic holte sich das Game. Der Satz ging ins Tiebreak, das sich zu einem wahren Krimi entwickelte.

Dominic Thiem

Reuters/Action Images/Tony O'Brien

Im ersten Satz zeigte Dominic Thiem über weite Strecken sein bestes Tennis

Thiem packte Zauberbälle aus und erspielte sich drei Satzbälle. Zwei Doppelfehler und eine Rückhand, die am Netzband hängenblieb, bescherten Djokovic das etwas glückliche 6/6. Nach den vergebenen Satzbällen vier und fünf, musste der Österreicher seinerseits mit eigenem Aufschlag einen Satzball abwehren, was auch gelang. Die insgesamt siebente Chance nutzte Thiem dann mit einer krachenden Vorhand entlang der Linie zur Führung.

Satz zwei im Eiltempo an Djokovic

Während Thiem die Nervenschlacht erst verdauen musste, fing sich Djokovic schnell von dem Rückschlag. Bei Österreichs Nummer eins riss der Faden komplett, die Konzentration war wie weggeblasen. Der Serbe hatte leichtes Spiel, verwertete drei von drei Breakbällen. Nachdem der erste Durchgang über eine Stunde gedauert hatte, hatte Djokovic den zweiten Satz nach nur 22 Minuten in der Tasche. Thiem musste umgehend seine Serviceleistung steigern.

Novak Djokovic

Reuters/Action Images/Tony O'Brien

Novak Djokovic zeigte wie üblich letzten Einsatz an der Grundlinie

Im Entscheidungssatz konnte Thiem wichtige Moral tanken, indem er seinen Aufschlag zum 1:0 durchbrachte. Danach war der Österreicher wieder besser im Spiel, musste aber trotzdem das Break zum 1:2 hinnehmen. Die Nummer neun der Welt ließ sich aber nicht hängen und stemmte sich gegen die drohende Niederlage. Die Mühen waren aber vergeblich, denn Djokovic legte ein weiteres Break zum 5:2 nach, verwertete anschließend den ersten Matchball und quittierte den Sieg erleichtert mit der geballten Faust.

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