Russland verschärft Strafen für Trainer und Ärzte

Nach zahlreichen Dopingfällen hat Russland seine Gesetze verschärft. Künftig drohen Trainern und Ärzten Geld- und Haftstrafen, wenn sie Sportlern die Einnahme eines verbotenen, leistungssteigernden Mittels empfehlen. Ein entsprechendes Gesetz unterzeichnete Präsident Wladimir Putin am Dienstag in Moskau.

Überführte Funktionäre müssen künftig mit einer Strafe von bis zu 300.000 Rubel (rund 4.400 Euro) oder einem einjährigen Freiheitsentzug rechnen. Bisher waren in Russland nur Sportler für Doping zur Verantwortung gezogen worden.

Ein schwerer Dopingskandal erschüttert die stolze Sportnation seit Monaten. Russische Leichtathleten wurden deswegen von den Olympischen Spielen diesen Sommer in Rio de Janeiro ausgeschlossen. Das Team der Behindertensportler war kollektiv bei den Paralympics gesperrt.

Die Führung in Moskau sieht in den Vorwürfen eine Kampagne des Westens und ist vor der Fußballweltmeisterschaft 2018 im eigenen Land bemüht, ihr Image aufzupolieren.